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NWZonline.de Gartenzeit

Oregano will Platz an der Sonne

01.09.2018

Oregano, bei uns auch Staudenmajoran genannt, gehört zu den beliebtesten Kräutern der südeuropäischen Küche und ist hauptsächlich als Pizzagewürz bekannt.

Im Gegensatz zu vielen anderen Kräutern, die vor der Blüte geerntet werden, entfaltet der Oregano seine ganze Intensität während der Blüte. Bei sonnigem Wetter wird das gesamte Kraut handhoch über dem Boden abgeschnitten, gebündelt und an einem schattigen, trockenen Platz aufgehängt. Lassen sich die Zweige knackend durchbrechen, ist der Trocknungsprozess beendet. Die Blätter werden von den Ästen abgestreift und in fest verschlossenen dunklen Gefäßen aufbewahrt.

Verdauungsanregend

Oregano gehört zu den Gewürzkräutern, die auch getrocknet ihr Aroma behalten. Er schmeckt leicht nach Pfeffer und liegt in der Geschmacksrichtung zwischen Thymian und dem einjährigen Majoran.

In der Küche findet Oregano Verwendung zu vielen fetthaltigen Fleisch- und Fischspeisen und wird mitgekocht. Aber auch Salaten und Gemüse gibt er – in geringen Mengen verwendet – sein charakteristisches Aroma. Wie fast alle Kräuter zu schwer verdaulichen Speisen wird der Oregano in der Heilkunde für den Magen-Darmbereich eingesetzt. Er wirkt verdauungsanregend, krampflösend und desinfizierend. Darüber hinaus zeigt er auch eine gute Wirkung bei starkem Husten: Er löst den fest sitzenden Schleim.

Oregano hat in alten Zeiten auch zahlreiche andere Verwendungen gefunden: Die Griechen brauten daraus einen Liebestrank, die Römer verwendeten ihn zum Vertreiben von Ameisen, und im Mittelalter galt er als Schutzmittel vor Hexen in der Walpurgisnacht.

Oregano ist in Südeuropa beheimatet und hat sich im Mittelalter über die Klostergärten in ganz Europa verbreitet. Wie der Name Staudenmajoran schon sagt, ist er eine ausdauernde Pflanze. Die Blätter sind mit vielen Öldrüsen bedeckt, die den Hauptinhaltsstoff, ein ätherisches Öl, enthalten. Von Juli bis September blüht die Pflanze mit rosa bis weißen Scheinähren.

Gutes Mikroklima

Oregano kann im Garten ausgesät werden. Einfacher ist es jedoch, sich Jungpflanzen zu besorgen, die, getopft, auch im Sommer in den Garten gepflanzt werden können. Entsprechend den Bedingungen in seiner Heimat benötigt dieses Kraut einen vollsonnigen Standort auf mäßig trockenem, kalkreichem Boden.

Gerade wegen seiner Blütenpracht lässt sich der Staudenmajoran ebenso wie Thymian, Rosmarin und Salbei auch gut in den Steingarten integrieren. Steine reflektieren und speichern Wärme und geben so ein gutes Mikroklima.

Die Pflanzen werden im Abstand von 20 mal 20 Zentimetern gesetzt, sehr gut eignen sie sich auch als Einrahmung. Das Kraut wird etwa 40 bis 50 Zentimeter hoch. Zwei bis drei Pflanzen reichen für einen Haushalt aus. Da Oregano sich ausbreitet, kann der Wurzelstock im Herbst mehrmals geteilt werden.

Im Winter friert Oregano oberirdisch ab und wird zum Schutz mit etwas Reisig abgedeckt.

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