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NWZonline.de Gartenzeit

Schmucklilien erstrahlen in Blau

28.07.2018

Im Sommer sind auf Balkon und Terrasse reichlich blühende, aber pflegeleichte Pflanzen besonders gefragt. Zu den schönsten Kübelpflanzen zählt die Schmucklilie (Agapanthus), die häufig auch als Liebesblume bezeichnet wird. Sie ist in Südafrika beheimatet, im 17. Jahrhundert nach Europa gebracht worden, aber erst seit Kurzem in Mode und wird zunehmend von Gärtnereien angeboten.

Humoser Boden

Die ursprüngliche Art, A. africanus, die nur einen halben Meter groß wird und maximal zehn Blüten in einer Dolde entwickelt, wird ebenso wie A. campanulatus, die sich durch glockenförmige Blüten auszeichnet, kaum noch im Handel angeboten. Dafür gibt es eine Vielzahl von gezüchteten Sorten mit blauen, violetten und weißen Blütenfarben und immergrünem Laub. Neue Züchtungen aus England, die Hadburn-Hybriden, sollen sogar unter einer dicken Laubschicht im Freiland winterhart sein.

Ohne weiteres können jetzt auch noch blühende Pflanzen in Containern gekauft werden. Beim Umpflanzen in Kübeln ist dann darauf zu achten, dass das Wurzelsystem nicht beschädigt wird. Ansonsten wird der fleischige Wurzelstamm im Frühjahr etwa 15 Zentimeter tief, sodass die Knospen dicht unter der Oberfläche stehen, in einen nicht zu großen Kübel gepflanzt, in dem er mehrere Jahre ohne Umsetzen verbleibt. Als Pflanzgefäße wählt man lieber etwas kleinere Exemplare, da Schmucklilien umso üppiger blühen, je weniger sich die Wurzeln ausbreiten können. Als Erdmischung findet durchlässiger, humoser Boden Verwendung.

Die Pflanze entwickelt im Frühjahr zahlreiche riemenförmige Blätter, die bis zu 80 Zentimeter lang sind. Ab Ende Mai nach den Eisheiligen erhält die Schmucklilie einen Platz im Freien an sonniger, geschützter Stelle, in regenreichen Sommern stehen die Pflanzen am besten in einem Unterstand. Wo immer diese Pflanzen über Sommer auch ihren Standort erhalten, ein sicherer Platz muss immer gewährleistet sein. Auch bei einem schweren Kübel kann eine Windböe zum Umfallen führen, und der Ärger ist dann zu Recht groß, wenn die Blätter und Stiele geknickt sind. Im Garten lohnt es sich, die Kübel einfach einzugraben. Auf der Terrasse und am Haus werden sie mit einem Bodenanker gesichert, auf dem Balkon hilft ein Festzurren.

Vor Frost schützen

Im Juli entwickeln sich dann bis zu einem Meter hohe, doldige Blütenstände, an denen je nach Sorte bis zu 200 Einzelblüten zu zählen sind. Alte Pflanzen blühen außerordentlich reichlich. In der Wachstumszeit von Juni bis August ist der Wasserbedarf besonders hoch, dem Gießwasser wird wöchentlich ein Flüssigdünger beigesetzt, nach der Blüte wird die Düngung langsam eingestellt. Da Schmucklilien extrem empfindlich gegen Staunässe sind, die schnell zu Nassfäule und Absterben der ganzen Pflanzen führen kann, wird das nicht aufgenommene Gießwasser eine halbe Stunde nach dem Wässern aus den Untersetzern entfernt.

Von ihrer Heimat her ist die Schmucklilie keinen Frost gewöhnt. Daher stellt man die Kübel zeitig im Herbst an einen frostfreien, hellen Standort im Haus, an dem die Temperaturen drei bis acht Grad betragen. Ein ungeheizter, heller Keller oder Flur oder eine frostfreie Garage bieten sich zur Überwinterung an. Es wird nur wenig gegossen, ein Zuviel führt auch im Winter zu Wurzelfäule.

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