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NWZonline.de Gartenzeit

Pflanztipps: So überleben Schmetterlinge

07.12.2019

Unsere Schmetterlinge haben verschiedene Überlebensstrategien ausgebildet, um sicher über den Winter zu kommen. Die Raupen oder Puppen befinden sich meist in einer Erdhöhle, an einem trockenen Platz unter einem Dachvorsprung oder geschützt an Gehölzen. Sie sind nicht zu stören oder gar ins Haus zu holen, da sie dort keine Überlebensmöglichkeiten haben. Für viele Falter ist diese Überwinterung sowieso eine kritische Phase, da sie leicht von Bakterien, Pilzen und Viren parasitiert werden.

Luken offenhalten

Die bei uns noch häufig vorkommenden Schmetterlinge Admiral und Distelfalter gehören zu den Wanderfaltern. Sie kommen jedes Jahr in lockeren Verbänden aus Nordafrika zu uns bis nach Skandinavien. Die Herbstgeneration fliegt auch nach Afrika zurück, vorausgesetzt sie schafft es, die im Herbst schon recht kalten Alpen zu überqueren.

Einige Schmetterlinge überwintern aber auch als Vollinsekt, also als Falter, bei uns. Am widerstandsfähigsten ist dabei der Zitronenfalter. Nach dem Schlüpfen im Sommer legt er eine Ruhephase ein, wird zum Herbst wieder aktiv und überwintert nicht selten völlig ungeschützt an einem Zweig, wo ihm selbst strengster Frost nicht schaden kann.

Etwas mehr Schutz brauchen der Kleine Fuchs und das Tagpfauenauge. Diese beiden bei uns häufigen Schmetterlinge überwintern auf Dachböden. Deshalb sollte man die Außenluken und Uhlenfluchten nicht verschließen und bei Schuppen und Kellern immer einen Einlass offen halten. Verirren sich die Tiere in geheizte Räume, müssen sie vorsichtig umgesetzt werden, da sie in der warmen Luft leicht austrocknen würden.

Viel wichtiger für den Schmetterlingsschutz ist jedoch die Gestaltung in unseren Gärten weg von Chemie und Einheitsgrün hin zu Pflanzen, die für die Tierwelt eine wichtige Funktion besitzen. Gerade im Winter bietet es sich an, Gartenpläne für das neue Jahr zu schmieden.

Futter für Raupen

Für Schmetterlinge sinnvoll wären Inseln von Blumenwiesen im Rasen, da dort alle wichtigen Futterpflanzen für sie wachsen. Eine kleine Fläche im Garten könnte sich selbst überlassen werden. Dort stellen sich bald folgende Raupenfutterpflanzen ein: Ampfer, Brennnessel, Brombeere, Disteln, Habichtskraut, Hopfen, Labkraut sowie Spitz- und Breitwegerich.

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Auch bei der Anpflanzung von Sträuchern und Bäumen sollten Arten bevorzugt werden, die Raupen Futter liefern. Dazu gehören Geißblatt, Ginster, Weide, Weißdorn und Zitterpappel.

Um die Schmetterlinge in ihrer vollen Pracht genießen zu können, müssen auch blühende Sträucher, Stauden und Einjahresblumen im Garten wachsen. Eine herausragende Rolle als Nektarspender spielt dabei der Sommerflieder, Buddleia. Zu den Blumenstauden, die reichlich von Schmetterlingen besucht werden, gehören Fette Henne, Herbstastern und Ligularien.

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