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NWZonline.de Gartenzeit

Zarte Blätter geben Salaten Würze

26.10.2019

Die kleinen Blätter der Pimpinelle schmecken frisch, kühl und etwas bitter, ähnlich wie Gurkenschalen. Sie passen ausgezeichnet zu allen Rohkostsalaten, aber auch fein gehackt zu Kräuterbutter, Käse, Quark oder einfach auf ein Butterbrot gestreut. Natürlich würzt dieses Kraut auch gekochte Speisen, wie zum Beispiel Eiergerichte, Suppen, Eintöpfe und Gemüse. Es wird jedoch nicht mitgekocht, sondern erst beim Anrichten über die Speisen gestreut.

Blüte im Sommer

Beheimatet ist die Pimpinelle (Sanguisorba minor) aus der Familie der Rosengewächse in Mitteleuropa, wo sie wild auf kalkhaltigem Untergrund an Wegen und auf Wiesen vorkommt.

Die Pimpinelle entwickelt aus einem ausdauernden Wurzelstock zeitig im Frühjahr eine Blattrosette mit anmutig langen und fein gezähnten Blättern. Im Sommer erscheinen die langen Blütenstände mit rötlichen Blütenköpfchen.

Für den Garten besorgt man sich am besten ein bis zwei Jungpflanzen, aber auch eine Aussaat ist möglich. Ein tiefgründiger, nahrhafter Boden an vollsonnigem Stand ist am günstigsten. Der Abstand von Pflanze zu Pflanze beträgt etwa 30 Zentimeter. Dort wird die Pimpinelle bis zu einem Meter hoch, an ungünstigen Standorten jedoch nur bis zu 20 Zentimeter.

Im Herbst ist es gut möglich, Ableger von alten Beständen zu nehmen oder Jungpflanzen in größere Töpfe zu setzen und an kühlen und hellen Standorten im Haus aufzustellen. Von der Pimpinelle lohnt es sich nur, die zarten jungen Blätter zu verwenden, die man vom Frühling an bis zum Ende des Jahres pflücken kann. Beim Trocknen geht das Aroma verloren. Um die Ernte auch noch über diesen Zeitpunkt hinaus zu verlängern, empfiehlt es sich, einige Pflanzen ins Haus zu holen.

Heilkraut im Mittelalter

Die Pimpinelle zählt zu den Gewürz- und Heilkräutern, die im Mittelalter eine große Bedeutung hatten, aber heutzutage aus den Kräutergärten weitgehend verschwunden sind. Nach den Sagen des Mittelalters spielte sie eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung von Pest und Cholera. Zur Zeit dieser großen Seuchen wurde von Vögeln, Zwergen und Stimmen aus dem Himmel berichtet, die zum Gebrauch der Pimpinelle aufriefen. Heute hat die Pimpinelle keine Bedeutung mehr als Heilpflanze. Sie ist nicht zu verwechseln mit der Bibernelle (Pimpinella), einer Pflanze aus der Familie der Doldengewächse.

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