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NWZonline.de Gartenzeit

Vielfalt ist eine gute Basis

18.05.2018

Damit unterstützen Sie nicht nur die vielen Bienenarten, sondern auch Schmetterlinge, Käfer und viele andere Insekten, die ihrerseits ihren Beitrag in Ökosystemen und Nahrungsketten leisten.

Wie gestalte ich meinen Garten bienenfreundlich?

Zwei Grundprinzipien machen einen Garten besonders einladend für Insekten. Ein Blühangebot ist dann attraktiv, wenn es über die gesamte Vegetationsperiode hinweg besteht, also vom frühen Frühjahr bis in den Herbst. Wenn Sie darauf achten, sowohl früh-, mittel- als auch spätblühende heimische Arten anzupflanzen, haben viele verschiedene Insektenarten ausreichend lange etwas zu futtern.

Damit die Bienen und andere Insekten das Angebot der Blüten auch verwerten können, sollten Sie darauf achten, dass die Blüten der Pflanzen nicht gefüllt sind. Gefüllte Blüten wie zum Beispiel bei Garten-Chrysanthemen oder Knollenbegonien bieten leider nur sehr wenig oder gar keinen Pollen und Nektar an. Damit können sie auch nicht zur Insektenernährung beitragen. Gefüllte Blüten erkennen Sie insbesondere daran, dass sie keine Staubblättter haben.

Was sollte ich über meinen Garten wissen?

Für alle Planungen und Gestaltungsideen ist es hilfreich zu wissen, mit welchen Standortverhältnissen Sie es zu tun haben. Sind die Böden eher stickstoffreich oder mager, sind sie kalkreich oder sauer, gibt es eine dicke Humusauflage, sind dem Boden Sandkörner beigemengt? Sicher ist es nicht immer möglich, eine Bodenprobe untersuchen zu lassen, aber häufig erkennt man schon vieles anhand der Pflanzen, die in Ihrem Garten wachsen. Löwenzahn, Klee oder Brennnessel sind zum Beispiel Stickstoffanzeiger. In Gärten mit mageren Bedingungen kommen häufig ganz andere Pflanzen zum Blühen, wie zum Beispiel Habichtskraut oder Ferkelkraut.

Neben den Bodenbedingungen sind natürlich auch die Lichtverhältnisse zu berücksichtigen: Gibt es Orte, die ganztägig sonnenbeschienen sind, und welche Ecken im Garten sind eher schattig? Wie ist es um den Wasserhaushalt bestellt, hält der Boden die Feuchtigkeit gut oder handelt es sich eher um einen trockenen Standort? Wenn Sie diese Standortfaktoren berücksichtigen, können Sie Pflanzideen gezielt und mit weniger Aufwand entwickeln und haben einen langfristigen Erfolg.

Woher bekomme ich geeignete Pflanzen für meinen Garten?

Im besten Fall machen Sie sich schlau, welche Gärtnerei in Ihrer Region heimische Wildstauden oder entsprechendes Saatgut anbietet. Wildstauden sind Pflanzen, die auch ihren natürlichen Verwandten gezüchtet wurden. Sie können Gärtnereien auch anfragen, ob sie Ihnen entsprechende Arten bestellen können. Lokale Pflanzenbörsen (die auch von einigen BUND-Kreisgruppen organisiert werden) haben häufig ein umfangreiches Sortiment an selbst gezogenen Wildstauden. Alternativ gibt es im Internet Bezugsquellen für Saatgut und teilweise auch Pflanzen.

Wie häufig sollte ich mähen?

Für eine blühende Gartenpracht ist es wichtig, dass nicht zu häufig gemäht wird. Meist reicht es aus, den Garten einmal im Jahr im September zu mähen. Wenn Sie häufiger mähen wollen, sollten Sie mit der ersten Mahd bis Juni warten, so dass zumindest einige Pflanzen die Gelegenheiten zum Blühen haben. Es hat sich bewährt, den Rasen parzellenweise zu mähen, Sie mähen also nur Teilflächen und lassen andere Bereiche dafür länger wachsen. Später im Jahr können Sie diese dann mähen und dafür die zuvor gemähten Flächen schonen.

Wie sollte ich meinen Garten pflegen?

Im naturnahen Garten sollten Sie es vermeiden, Stickstoffdünger einzubringen. Insgesamt enthalten die meisten Böden zu viel Stickstoff, der ohnehin kontinuierlich aus der Luft eingetragen wird. Je weniger Stickstoff der Boden enthält, umso reichhaltiger wird die Vegetation sein, die sich nach einiger Zeit einstellt.

Verzichten Sie unbedingt auch auf den Einsatz von Insektiziden, Herbiziden und sonstigen Schädlingsbekämpfungsmitteln. Ganz ohne Pflege geht es in den meisten Fällen jedoch auch nicht, denn dann wächst eine offene Wiese wieder mit konkurrenzstarken Arten, letztlich mit Sträuchern oder Bäumen zu. In der Praxis hat sich eine Kombination aus Natur und Nutzung bewährt: An die Bedürfnisse des Gartennutzers angepasste Bereiche und naturnahe, wilde Ecken müssen kein Widerspruch sein.
Weiterführende Weblinks:
www.bund-niedersachsen.de

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