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NWZonline.de Gartenzeit

Heilkraft aus dem Blumenbeet

25.05.2019

Im Gegensatz zu Antibiotika und Sulfonamiden, die die Krankheitserreger direkt bekämpfen, liegt die Wirkung der Purpur-Rudbeckie darin, die Abwehrkräfte zu steigern und dadurch Infektionen zu meiden oder sie schneller zu überwinden. Diese Wirksamkeit konnte auch mit modernen wissenschaftlichen Methoden nachgewiesen werden.

Innerlich finden die Präparate Verwendung gegen Erkältungskrankheiten und andere entzündliche Prozesse, äußerlich hingegen zur Wundbehandlung. Da die Wirkung der heilkräftigen Pflanzenteile des Sonnenhutes beim Trocknen deutlich zurückgeht, werden Frischpflanzenauszüge – innerlich als Tropfen, äußerlich als Salbe – verwendet. Die Zubereitung dieser Präparate sollte pharmazeutischen Firmen überlassen werden, da sie besser in der Lage sind, heilkräftige Pflanzenauszüge in der richtigen Dosierung herzustellen.

Brauchbare Züchtungen

Auch wenn die gärtnerisch als Sonnenhut bezeichnete Pflanze aus diesen Gründen nicht zur eigenen Verwendung zur Verfügung steht, ist eine Anpflanzung im Garten nur zu empfehlen, da sie bei uns zu den Prachtstauden gehört. Bekannter als die Heilpflanze sind die nahe verwandten Rudbeckien mit ihren leuchtenden gelborangenen Blüten mit der tiefschwarzen Mitte.

Der deutsche Name Sonnenhut leitet sich vom Aussehen der Blüten ab: Die in der Mitte hochgewölbten Blüten erinnern an einen mexikanischen Sonnenhut. Die Heilpflanze (Echinacea angustifolia) wird treffenderweise als Purpur-Rudbeckie bezeichnet, da sie als einziger Sonnenhutvertreter diesen Farbton aufweist.

Für den Garten gibt es einige recht brauchbare Züchtungen wie „The King“ (dunkelkarmin), „Leuchtstern“ (purpurrot), „Abendsonne“ (karmin mit orangebrauner Mitte) sowie die weißen Sorten „White Lustre“ und „White Swan“. Diese Pflanzen werden 70 bis 80 Zentimeter groß, die Sorte „Nana“ weist hingegen eine Höhe von nur 30 Zentimetern auf.

Im Frühjahr düngen

An den Boden stellen die Gartensorten der Purpur-Rudbeckien etwas mehr Ansprüche als die ursprünglichen Arten aus Amerika, die in der trockenen Prärie wuchsen. Optimal ist ein frischer, nährstoffreicher und sonniger Standort. Auf windexponierten Flächen ist ein rechtzeitiges Anbinden anzuraten, damit die Blüten später nicht am Boden liegen. In trockenen Sommern ist ein wiederholtes Gießen empfehlenswert. Eine Düngung erfolgt im Frühjahr mit reifem Kompost oder organischem Volldünger.

Über Ausläufer verbreitet sich die Pflanze und wird immer üppiger. Wie auch bei allen anderen Rudbeckien geht am selben Standort die Blühwilligkeit aber nach einigen Jahren stark zurück, sodass eine Verjüngung über eine Stockteilung und ein neuer Standort nach drei Jahren sehr zu empfehlen sind.

Im Staudenbeet kann man Purpur-Rudbeckien gut zu Aster, Goldrute, Phlox, Prachtscharte oder zu Gladiolen und Dahlien gesellen. Die große Stunde dieser Rudbeckien kommt dann vom Juli bis in den September hinein, wenn sich an langen Stielen die großen Blütenköpfe mit ihren waagerecht stehenden Zungenblüten öffnen und sich erst zum Verblühen nach einiger Zeit schirmartig senken.

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