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NWZonline.de Gartenzeit

Bienengarten auch auf dem Friedhof

08.06.2018

Die Zunahme an Urnenbeisetzungen schafft Freiflächen auf Friedhöfen. Genau hier hat die Treuhandstelle für Dauergrabpflege Niedersachsen/Bremen/Sachsen-Anhalt GmbH zu ihrem 50. Jahrestag ein zukunftsweisendes und aktuelles Themenprojekt ins Leben gerufen. Ziel ist es, diese Flächen zu nutzen und Bienengärten auf Friedhöfen zu schaffen. Für die Übernahme einer Bienengartenpatenschaft haben sich über 100 zumeist Friedhofsgärtnereien der Treuhandstelle aus dem gesamten Gebiet bereiterklärt.

„Ich war sofort begeistert von der Idee und habe mich zur Teilnahme entschieden“, erzählt Wilfried Klefer, Gärtnermeister im Familienbetrieb Blumen Diers aus Wiefelstede. „Mit dem Sortiment „Blaue Mischung“ unterstützen wird nach dem Pflanzplan „Sonne blau“ das Projekt als Bienengartenpate und können unseren Beitrag zur Bewahrung unserer Artenvielfalt leisten.“

Auf dem Wiefelsteder Friedhof, der auf einem Teilbereich nach und nach umgestaltet werden soll, hat Wilfried Klefer ein Doppelgrab mit Katzenminze, Lavendel, Astern und einigen weiteren Zwiebeln und Stauden aus der „Blauen Mischung“ gesetzt. Das „Mustergrab“ soll auch zur Nachahmung anregen.

Was ist Ihre Aufgabe als „Bienengartenpate konkret?

Wilfried Klefer: Zunächst habe ich das Projekt im Friedhofsausschuss, in dem ich Mitglied bin, vorgestellt und große Zustimmung geerntet. Eine freie Doppelgrabstelle, direkt am Weg gelegen und gut sichtbar, wurde ausgewählt. Im Frühjahr haben wir das Mustergrab mit einer „Blauen Mischung“, das sind bienenfreundliche Pflanzen, bestückt. Die Kosten tragen wir und auch die Pflege für mindestens fünf Jahre übernehmen wir kostenfrei.

Warum engagieren Sie sich?

Wilfried Klefer: Zum einen bietet der Friedhof für ein solches Projekt hervorragende Möglichkeiten, zukunftsweisend tätig zu werden. Wir pflegen viele Grabstellen, sind ohnehin regelmäßig auf dem Friedhof und können somit die Pflege des Mustergrabes gleich mit erledigen. Als Fachbetrieb sind wir natürlich auch prädestiniert für eine solche Aufgabe. Bislang sind wir im Ammerland der einzige Gartenbaubetrieb, der eine Bienengartenpatenschaft übernommen hat. Allemal ist es ein Anreiz für weitere Nachahmer. Wir sind gerne behilflich bei der Anlage eines Bienengartens, der in der Pflege leicht zu handhaben ist. Hier vereinen sich Nachhaltigkeit und Pflegeleichtigkeit zu einer positiven Konstellation.

Können Gärtnereien auf jedem Friedhof einen Bienengarten anlegen?

Wilfried Klefer: Die Treuhandstelle hat für das außergewöhnliche Projekt zunächst 50 Bienengärten auf Friedhöfen geplant. Die Resonanz war sehr groß. Inzwischen sind 107 Mustergräber in Niedersachsen/Bremen und Sachsen-Anhalt angelegt worden. Es bedarf die Absprache mit dem Träger des Friedhofes und einer Freifläche in einer Größe eines Doppelgrabes. Der Friedhof – ein Ort der Erholung in der Natur und weit mehr als eine letzte Ruhestätte – wird deutlich attraktiver für die Besucher.

Wie können sich Privatpersonen einbringen?

Wilfried Klefer: Ich würde mich freuen, wenn das Projekt viele Nachahmer findet. Ein Bienengarten ist eine Augenweide, voller Leben und man leistet einen wertvollen Beitrag für den Erhalt unserer biologischen Vielfalt.

In den insektenfreundlichen Gärten finden Bienen über die gesamte Vegetationsperiode Nahrungsquellen und einzelne Bienen außerdem Rückzugsmöglichkeiten für die Winterzeit.

Mein Tipp: Beteiligen können sich auch Kindergärten, einzelne Gruppen, Schulklassen, Jugendgruppen, die einen fertig angelegten Bienengarten auf dem Friedhof zur Pflege übernehmen. Meine Frau Monika und ich informieren dazu gerne.

www.Bienengartenpate.de

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