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NWZonline.de Gartenzeit

Draußen sein macht Schule

04.05.2018

Noch ist es recht ruhig am Fasanenweg. Der Himmel präsentiert Wolken statt Sonne und es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis die ersten Regentropfen fallen. Auch, dass heute ein Dienstag ist, scheint viele Gärtner vom Besuch ihrer Parzelle im Kleingartenverein „Gartenfreunde Eversten-Bloherfelde e.V.“ abzuhalten. Ganz anders sieht es aus in Nummer 57: Während die einen mit der Hacke fleißig Unkraut jäten, sind andere gerade mit Schaufel und Spaten dabei, einen kleinen Teich auszukoffern. Fuhre um Fuhre wird auch neue Erde angekarrt – perfekt für die Beete, in denen schon bald Kartoffeln, Bohnen, Erbsen, Zucchini, Möhren und Erdbeeren geerntet werden und teilweise in der schuleigenen Küche verarbeitet werden sollen. Das Ziel: den Schülerinnen und Schülern eine durgehende Linie von der Aussaat bis zum Verzehr erlebbar zu machen.

Vor einem Jahr machte sich eine Schul-AG der Oldenburger IGS Helene Lange erstmals daran, dem seit Längerem brachliegenden Gelände neues Leben einzuhauchen. Die Idee dazu hatte Jens Engler, Leiter des Fachbereichs Naturwissenschaften. „Warum nicht auch mal nach draußen gehen und selbst etwas mit den Händen gestalten“, so der Lehrer, der nicht nur ein Konzept erstellte, sondern sich auch um Fördergelder bemühte. Mehrere Anträge wurden auf den Weg gebracht – einige Antworten kamen schnell, andere stehen noch aus. „Unkompliziert und auch sehr angetan von dem Projekt war die Bingo-Stiftung, die uns die Hochbeete finanziert hat. Außerdem wird sie bestimmt auch noch die Kosten für einige Bäume übernehmen, die wir demnächst pflanzen werden“, freut sich Jens Engler.

Vom Wildwuchs zum akkuraten Beet

Mit von der Partie sind die Lehrerkollegen Astrid Oelmann und Dirk Wolf, die die Garten-AG und einen Wahlpflichtkurs betreuen und sich sehr über den Tatendrang der Schüler freuen. Auch Elternarbeit war anfangs gefragt, immerhin musste aus 350 zugewucherten Quadratmetern brauchbares Ackerland gemacht werden. Dennoch sind die Kosten nicht ganz unerheblich. Obwohl der Förderverein und der Nachhaltigkeits-Ausschuss der Schule noch etwas beisteuerten, musste man doch genau auf das Budget achten. Pflastersteine für den Weg gab es deshalb umsonst vom Baustoffhof, und auch ein Geräteschuppen, der noch in dieser Saison mit einem Wahlpflichtprojekt im Fach Technik erstellt werden soll, kann nur durch großzügige Rabatte einer Osternburger Baustofffirma realisiert werden.

Alle packen mit an

Überhaupt ist es ein guter Mix von der 5. bis zur 10. Klasse: Neben der Garten-AG geben sich hier auch Förderschüler und Mädchen und Jungen der Hauswirtschafts-AG ein tatkräftiges Stelldichein. „Insbesondere Kinder mit Förderbedarf können durch diese handlungsorientierte Vorgehensweise an strukturiertes Arbeiten herangeführt werden und sich über die schnell sichtbaren Erfolge freuen“, so Jens Engler. Eifrig dabei ist gerade der zehnjährige Jonte. „Es macht mir Spaß mit Pflanzen zu arbeiten. Zuhause haben wir auch einen großen Garten.“ Und was macht am meisten Spaß? „Am liebsten bin ich mit der Harke unterwegs“, so der Fünftklässler. Dem kann der elfjährige Jakob nur zustimmen. „Es ist toll, die Pflanzen wachsen zu sehen und später etwas zu ernten.“ Auch die elfjährige Anna Manou freut sich über die Abwechslung zum sonstigen Schulalltag. „Ich bin sowieso immer gerne draußen in der Natur, hier in Gesellschaft ist es gleich noch viel schöner“, sagt sie sichtlich zufrieden.

www.hls-ol.de


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