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NWZonline.de Gartenzeit

So kommt Blau ins Blumenbeet

09.06.2018

Bei der Auswahl von Pflanzen für das Staudenbeet fällt es nicht schwer, Gartenpflanzen mit gelben und rosa bis violetten Farbtönen zu erhalten. Rote Farben sind schon seltener, und noch schwieriger wird es beim reinen Blau.

Um so gelegener kommt da der Rittersporn, der ganze Blütentürme in verschiedenen Blautönen entwickelt. Rittersporn, der in den Alpen, in China und in Asien beheimatet ist, wurde in vielen Ländern zu wahren Schaublumen weitergezüchtet, mit dem Nachteil, sehr krankheitsanfällig zu sein und große Ansprüche an den Nährstoffgehalt zu stellen.

Hahnenfußgewächs

Karl Foerster, ein Pionier in der Staudenzüchtung gelang es aber, Rittersporn zu einer langlebigen, unempfindlichen Staude zu entwickeln. Foerster, der im Alter von 96 Jahren 1970 in Potsdam starb, entwickelte eine besondere Zuneigung zu Stauden. Dem gelernten Gärtner kam es nicht allein auf die Verschönerung der Blüten an, sondern er legte Wert auf die Vollkommenheit von Aussehen, Gesundheit und Standfestigkeit. Eine besondere Zuneigung verband Karl Foerster mit den Ritterspornen, er schuf zahlreiche Züchtungen.

Die Rittersporne gehören zur Familie der Hahnenfußgewächse. Über 400 Arten sind bekannt, von niedrigen Wildarten bis zu zwei Meter hohen Prachtstauden. Obwohl es den Rittersporn auch in roten und weißen Farbtönen gibt, stehen die Stauden mit blauen Tönen in der Beliebtheit im Vordergrund.

Nach wie vor geschätzt sind die berühmten Foerster-Sorten, zum Beispiel „Berghimmel“, „Frühschein“, „Gletscherwasser“ und „Perlmuttbaum“ in den Farben hellblau, „Azurriese“, „Blauwal“, „Jubelruf“ und „Sommernachtstraum“ in den Farben strahlend- bis tiefblau und „Finsteraarhorn“ in der Farbe blauviolett. Manche Blüten weisen auch ein helles oder dunkles Auge auf.

Rittersporne haben ihre Hauptblütezeit ab Juni. Zu dieser Zeit ist der Wasserbedarf auch besonders hoch, bei Trockenheit ist immer auf eine genügende Feuchtigkeitszufuhr zu achten. Neu gepflanzte Sorten sind weniger standfest als ältere Exemplare. Deshalb empfiehlt es sich besonders bei hohen Sorten, diese rechtzeitig anzubinden, ehe sie abbrechen.

Naturdünger

Zur Zeit der Blüte kann etwas nachgedüngt werden, phosphorreiche Naturdünger sind zu bevorzugen. Bei einer vorwiegenden Stickstoffdüngung schießt die Pflanze ins Kraut und in die Stängel, die dann leichter umknicken. Nach der Blüte Ende Juli bis August werden die Blütentriebe auf zehn Zentimeter eingekürzt. Dies hat den Vorteil, dass Rittersporn im Herbst noch einmal blüht.

Als Nachbarschaftspflanzen passen zum Rittersporn gut Gartencrysanthemen, Lilien, hoher Phlox, Mädchenauge, Sonnenbraut und Rosen. Auch ein blau blühendes Beet von einjährigen Sommerblumen mit Leberbalsam, Sommerastern, Petunien, Jungfer im Grünen, Heliotrop, Marienglockenblumen, Trompetenzunge und einjährigem Rittersporn ist möglich.

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