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NWZonline.de Gartenzeit

Unentbehrlich im Trockenstrauß

05.10.2019

Im Garten lässt sich die Verwandlung des Silberlings von einer duftenden Blume über eine grüne Scheibe zu einem silbernen Samenstand gut beobachten. Wegen dieser silbrig glänzenden, ovalen bis fast kreisrunden Fruchtstände ist der Silberling ein nicht wegzudenkender Bestandteil von Trockensträußen. Das Auffällige an diesem Fruchtstand ist der Samen tragende Rahmen mit seiner silbrig glänzenden falschen Scheidewand. Der im Volksmund gebräuchliche Name Silbermond stand auch Pate bei der botanischen Bezeichnung Lunaria.

Frischer Boden

Im Garten zählen die Silberlinge zu den anspruchslosen Pflanzen, da sie auch gut im Halbschatten wachsen. Sie benötigen lediglich einen frischen Boden. Silberlinge stehen gut am Gehölzrand oder in der Nähe von Wasserbecken und passen ausgezeichnet neben Eisenhut, Silberkerzen und Fingerhut.

Kann man im Fachhandel keinen Samen bekommen, besorgt man sich einen Trockenstrauß mit Silberlingen, der meist noch genügend Samen enthält. Da das Kraut erst dann gesammelt wird, wenn sich die ersten Schoten bereits geöffnet haben und der Samen zu Boden gefallen ist, vermehrt sich der Silberling, wenn er erst einmal im Garten heimisch geworden ist, sehr leicht weiter.

Vom Silberling gibt es zwei Arten. Der Judassilberling (Lunaria annua) stammt aus Südosteuropa und Italien, wächst aber inzwischen auch wild in unseren Breiten. Er kommt trotz seiner Bezeichnung einjährig = annua meist als zweijährige Pflanze vor: Im ersten Jahr entwickelt sich lediglich eine Halbrosette. Erst im zweiten Jahr wird sie bis zu einen Meter hoch und bildet große, herzförmige Blätter.

Im Mai entfalten sich an den Blütenständen eine Vielzahl violettpurpurner, duftender Blüten, die durch ihre langen Kelchröhren und die herausragenden Staubbeutel auffallen. Diese lassen allerdings noch nichts von ihrem besonderen Fruchtstand ahnen. Erst nach der Blüte bilden sich zuerst grüne Samenschoten, die sich zur Reife silbern verfärben. Judassilberlinge passen wegen ihrer frühen Blütezeit gut zu Blütengehölzen wie Blutjohannisbeeren und neben späte Narzissen.

Wertvolle Nahrung

Das aus Europa und Westsibirien stammende Silberblatt (Lunaria rediva) ist eine bis zu einen Meter hoch werdende buschige Staude, die vom Mai bis in den Juli hinein blüht. Sie wächst sogar noch an schattigeren Stellen auf jedem Boden und lässt sich außer über Samen gut durch Teilung vermehren.

Für den Naturgarten ist der Silberling eine unentbehrliche Pflanze, da die Blätter ein wertvolles Schmetterlingsraupenfutter sind, und die Blüten von Tag- und Nachtfaltern umlagert werden. Im Naturgarten stehen die Pflanzen gut in der Nähe von Sträuchern, unter Gehölzen oder am Teich sowie in der Nähe von Wasserläufen.

An diesen Stellen erfreuen die Silberlinge dann nicht nur durch ihre Blüten und Fruchtstände, sondern geben zusätzlich der Tierwelt eine wertvolle Nahrung.

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