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NWZonline.de Gartenzeit

So funktioniert die automatisierte Gartenpflege

12.07.2018

Bonn (dpa/tmn) - Gartenarbeit ist schön - und so anstrengend. Das Smart Gardening ändert das: Vernetzte und fernsteuerbare Geräte kümmern sich ganz alleine um bestimmte Gartenarbeiten: Mähroboter schneiden den Rasen, und smarte Bewässerung versorgt Pflanzen optimal.

Die automatischen Systeme haben aber noch weitere Vorteile über die Zeitersparnis hinaus. Zum Beispiel werden die Pflanzen meist bedarfsgerechter mit Wasser versorgt. "Mähroboter kürzen die Halme zwar öfter, schneiden aber dafür weniger ab als beim manuellen Rasenschnitt", erklärt Harald Nonn von der Deutschen Rasengesellschaft. Das erhöht die Narbendichte und die Widerstandskraft der Gräser gegenüber Unkräutern.

TECHNISCHE UMSETZUNG UND PLANUNG

Für die vollautomatisierte Gartenbewässerung werden beispielsweise unter- oder oberirdisch Schläuche zur Bewässerung ausgelegt und an Computer angeschlossen. "Um Wasser effizient zu nutzen, darf eine Kombination mit Feuchtigkeitssensoren nicht fehlen", erklärt Joachim Eichner vom Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau. "Dadurch wird verhindert, dass der Rasensprenger unnötig aktiv wird." Außerdem gibt es digitale Lösungen, die Daten aus dem Garten wie Temperatur, Helligkeit und Luftfeuchtigkeit bewerten und bei Abweichungen die Bewässerungsanlage an- oder abschalten. Auch ein Mähroboter benötigt Infrastruktur. "Bevor ein Mähroboter seine Arbeit aufnehmen kann, braucht er ein genau begrenztes Feld. Er soll ja nicht die Staudenflächen abmähen", erklärt Eichner.

DATENAUSTAUSCH UND SICHERHEIT

Vernetzte Geräte können Fremden Daten preisgeben. Günter Martin, Internetexperte vom Tüv Rheinland, rät, einen Blick auf die Datenschutzerklärung des Herstellers zu werfen: "Was wird mit den Daten gemacht, und wer erhält sie? Am besten im PDF-Dokument oder auf der Website nach folgenden Begriffen suchen: Dritte, Dienstleister, Angebot, Werbung."

Weniger Bedenken in Sachen Datensicherheit gibt es bei Systemen, die kein WLAN anfragen. Dabei kommunizieren die vernetzten Geräte innerhalb des Gartens über ein Gateway in einem anderen Funkstandard, WLAN wird nur für die Programmierung der smarten Helfer benötigt. Auf diese Weise bleiben die Daten beim Gartenbesitzer.

Ist der WLAN-Empfang im Garten nicht optimal, hat Experte Martin Tipps parat: Bei Routern, die zwei oder mehr Antennen haben, sollte eine senkrecht stehen, die andere um 45 Grad geneigt. Überlappt sich der eingestellte Funkkanal mit dem Funkkanal des Nachbarn, lässt sich in den Einstellungen des Routers ein anderer auswählen. "Wenn das alles nicht ausreicht, lässt sich mit einem WLAN-Repeater die Reichweite erhöhen", erklärt Martin. Er empfängt wie eine Art Zwischenstation die Signale des Routers und reicht sie dann an den eigentlichen Empfänger weiter.

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dpa

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