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NWZonline.de Gartenzeit

Früchte auf kleinster Fläche

13.04.2019

Durch das Mikroklima an der Hauswand reifen Obstsorten besonders gut aus, die sonst in ungünstigen Regionen eher Problemfälle sind. Hierzu zählen Pfirsich, Aprikose und einige Birnensorten, die außerhalb von günstigen Klimaregionen nur an einer warmen Hauswand reife, süße und aromatische Früchte ausbilden.

Große Pflanzgrube

Außer den Nordwänden bieten sich alle Hausmauern an. Für Mauern von Ost bis Südwest eignen sich Birne, Sauerkirsche, Pfirsich, Aprikose, Kiwi, Brombeeren und Wein. Vor Westwänden stehen am besten nur frühe Birnensorten. Neben den Mauern der Wohngebäude bieten sich natürlich auch Wände von Garagen, Ställen und Schuppen an und schaffen so eine harmonische Verbindung zwischen Garten und bebauter Fläche.

Im Frühling ist ein guter Zeitpunkt, Überlegungen in die Tat umzusetzen. Ein einfaches Spalier erreicht man mit Spanndrähten, die man parallel zu den Mörtelfugen zieht und an verdübelten Haken befestigt. Das klassische Spalier besteht dagegen aus Holzlatten, die man bei verputzten Wänden auch gut in der Farbe der Fassade streichen kann.

Als nächster Arbeitsgang wird ein Pflanzloch ausgehoben. Normalerweise reicht ein Loch aus, das doppelt so groß ist wie der Wurzelballen. Da aber gerade an Hausmauern verdichteter Boden und Schutt vorzufinden sind, lohnt es sich, mindestens eine doppelt so große Pflanzgrube wie gewöhnlich auszuheben. Der gesamte Untergrund wird nach dem Ausheben gelockert und guter Gartenboden, vermischt mit Kompost, eingefüllt.

Als Pflanzen besorgt man sich bei einem Gartengeschäft speziell für den Spalierobstbau gezogene Bäumchen. Bei diesen fällt auf, dass sie nur über gegenüberliegende Seitenleitäste und den Mitteltrieb verfügen. Alles andere Holz wurde weggeschnitten. Wichtig beim Einpflanzen ist, dass die Veredelungsstelle zwischen Unterlage und Edelreis, die man an der Verdickung am unteren Ende des Stammes erkennt, immer aus dem Boden herausschaut, da sonst die Unterlage, das ist der Wurzelteil des veredelten Bäumchens, ausschießt.

Leitäste festbinden

Die untersten, bereits seitlich wachsenden Leitäste sind am Spalier festzubinden. Am Mitteltrieb werden nur die obersten drei Triebe weiter gezogen, zwei als Seitentriebe, die wiederum festgebunden werden, und der oberste als Stammverlängerung. Spätestens im August werden alle Seitentriebe, die sich am Hauptstamm bilden, auf sieben Zentimeter eingekürzt.

Beim winterlichen Schnitt kürzt man den Mitteltrieb und die Leitäste immer ein, um ein kräftiges Traggerüst zu erhalten und schneidet die Seitentriebe der Leitäste auf drei Zentimeter zurück. Innerhalb weniger Jahre erreicht man so ein vorbildliches Obstspalier, das bei Birnen eine Breite und Höhe von etwa vier Metern erreicht. Pfirsiche, Aprikosen und Kirschen bleiben kleiner.

In raueren Lagen, wo die Kirschblüten häufig erfrieren und schon früh die ersten Fröste im Herbst einsetzen, lohnt sich ein Spalier mit Sauerkirschen oder Brombeeren. Bei Apfelbäumen scheint ein freier Stand am optimalsten zu sein.

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