• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Gartenzeit

Evolution bei den Gartengeräten

03.09.2018

Köln (dpa/tmn) - Akkus treiben Smartphones und Notebooks an. Und sie werden immer leistungsfähiger. Auch bei Gartengeräten für den Hobbybereich werden sie daher wichtiger.

"Produkte mit Verbrennungsmotor oder Kabel werden im Hobbysegment mit der Zeit vom Markt verdrängt werden", sagt Anna Hackstein, Geschäftsführerin des Industrieverbands Garten (IVG).

Auf der Gartenmesse Spoga+Gafa (2. bis 4. September) in Köln war das ebenfalls zu erkennen. Viele Markenhersteller engagieren sich verstärkt im Bereich Akku. "Ich glaube, wer gerade nicht auf Lithium-Ionen-Akkus setzt, ist im Rückwärtsgang", erläutert Matthias Schrewe, Geschäftsführer der Firma Stiga. Jedes Jahr werden ihm zufolge circa 1,1 Millionen Rasenmäher in Deutschland verkauft, Akkumäher hätten bereits einen Anteil von 250.000 Modellen. Er erwartet, dass der Anteil stark ansteigt.

Lithium-Ionen-Akkus können vergleichsweise viel beziehungsweise dicht Energie speichern, was sie kleiner und leichter macht als Motoren der Elektro- und Benzingeräte. Und bei diesen kommt noch die Füllung hinzu. "Gas geben kann jeder, aber parallel dazu gezielt mit schwerem Gewicht zu hantieren, das fällt schwer", erklärt Peter Botz, Geschäftsführer des Verbands Deutscher Garten-Center.

Außerdem haben die Akkus einen Nachteil von einst überwunden: Sie weisen nur noch einen geringen Memory-Effekt auf. Das heißt, ihre Kapazität leidet nicht mehr so stark durch das Auf- und Entladen. "Die Akkus haben eine enorme technische Entwicklung durchlaufen, sie werden jedes Jahr leistungsfähiger", analysiert Hackstein.

Aber: Diese Technik ist vergleichsweise teuer. "Wir mussten uns daher überlegen: Wie kann man sie für den Massenmarkt erschwinglich machen?", erläutert Markus Thannhuber, Technikvorstand von Einhell. Die Lösung ist eine Trennung von Gerät und Akku - also ein System von wechselbaren Akkus, die sich abwechselnd in mehreren Geräten einsetzen lassen. "Ist der Lebenszyklus eines Akkus zu Ende, braucht man auch nur diesen ersetzen." Und nicht das ganze Gerät.

Einhell vergrößert bis Ende 2018 sein Portfolio von Akkumodellen des Wechselsystems Power X-Change um eine Heckenschere und eine Sense auf nun über 80 Geräte. Die Sense wird zwei Steckplätze für 18V-Akkus haben und soll so eine höhere Geräteleistung erreichen.

Eine neue Stiga-Gerätereihe ist die 500er-Serie, die 2019 in den Handel kommt. Dabei arbeiten zwei Lithium-Ionen-Akkus mit 48 Volt parallel. Beide entladen sich synchron und balancieren den Akkustand gegenseitig aus, was die Laufzeit und die Lebensdauer erhöhen soll. Zur Regeneration benötigen sie circa 45 Minuten im Schnellladegerät. Sie sind ebenfalls in vier Handgeräten zur Gartenarbeit einsetzbar.

Gardena zeigt auf der Messe Kleingeräte mit fest verbautem Akku, wie einen Handstaubsauger für den Garten und eine sehr leichte Heckenschere für kleinere Flächen. Darüber hinaus wird die Palette der 18- und 40-Volt-Geräte ergänzt.

Schon erhältlich sind die Akkumodelle von Hyundai. Das Unternehmen ist damit neu in diesen Bereich eingestiegen, erklärt Eduard Ilinich, Geschäftsführer von Hyundai Power Products. Die Serie 58V Lithium-ONE umfasst Rasenmäher und -trimmer sowie Kettensäge, Laubbläser und Heckenschere mit wechselbaren Akkus mit einer Spannung von 58 Volt.

Einen Haken gibt es bei der Sache aber: Jeder Hersteller hat sein eigenes, nicht mit anderen Firmen kompatibles System, erklärt Botz vom Verband Deutscher Garten-Center. "Wenn man sich einmal damit eingerichtet hat, ist man quasi mit dem Hersteller verheiratet."

Weitere Nachrichten:

IVG | Stiga | Gardena | Hyundai Motor | dpa | Einhell Germany

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.