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NWZonline.de Gartenzeit

Prächtige Blüten einer Amerikanerin

29.09.2018

Die Sonnenbraut, Helenium, gehört mit ihren zahlreichen Arten und Sorten zu den schönsten sommer- und herbstblühenden Prachtstauden. Der berühmte Staudenpionier Karl Foerster aus Bornim, der vor allem durch die Züchtungen neuer Ritterspornsorten berühmt wurde, hat Mitte des vorigen Jahrhunderts viele neue Sonnenbraut-Sorten geschaffen, die auch heute noch erste Wahl sind.

Im Staudenbeet lassen sich die verschiedenen Sorten gut zusammenpflanzen und sorgen bei der richtigen Auswahl für eine ständige Blüte vom Sommer bis weit in den Herbst hinein. Gut möglich ist auch eine Nachbarschaft zu Phlox, Astern, Goldrute, Kugeldistel, Mädchen- und Sonnenauge und höheren Gräsern.

Gemäß dem heimatlichen Standort der Arten in Nordamerika auf Feuchtwiesen wollen viele dieser Stauden nicht zu trocken stehen; ein sommertrockener Platz in der Wurzelzone von Sträuchern und Bäumen kann schnell zu einer nur mangelhaften Blüte führen.

Gerade die höheren Sorten sind in den ersten Jahren noch nicht standfest genug und bedürfen eines Stabes oder Staudenhalters, um nicht umzufallen. Ähnlich wie beim Phlox lassen sich bei der Sonnenbraut aber auch gut die Triebe vor der Knospenbildung einkürzen; neben einer besseren Standfestigkeit erreicht man dann auch eine spätere Blüte.

Außer einem Rückschnitt im zeitigen Frühjahr benötigen die Pflanzen kaum Pflege. Eine Teilung der Wurzelballen ist erst nach vielen Jahren nötig, wenn die Büsche innen anfangen zu verkahlen. Die ganzen Stauden werden im zeitigen Frühjahr ausgepflanzt, die äußeren Teile mit einem scharfen Spaten abgestochen und wieder neu eingepflanzt.

Auch wenn die Sonnenbraut nicht zu den heimischen Pflanzen gehört, ist sie doch ein wichtiger Futterlieferant für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge, die die Blüten reichlich umschwirren. Eine Zusammenpflanzung mit gelben Ligularien gibt nicht nur ein interessantes Farbspiel, sondern schafft auch noch eine zusätzliche Bienenweide.

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