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NWZonline.de Gartenzeit

Der Weg zum lockeren Boden

16.02.2019

So mancher Gärtner kennt die Enttäuschung, wenn auf schweren Böden oder Grundstücken, die nach der Bebauung stark verdichtet sind, das erste Wurzelgemüse geerntet wird: Chicorée, Möhren, Schwarzwurzeln und Pastinaken sind missgebildet oder brechen beim Ausgraben ab, und die Ernte von Kartoffeln und Topinambur fällt nur gering aus und ist mühsam.

Fläche nicht begehen

Der Grund liegt darin, dass die Wurzeln nicht genügend in den Boden eindringen können und seitliche Auswege suchen. Auch eine Bodenlockerung mit Grabegabel oder Sauzahn kommt nicht tief genug, und selbst eine Gründüngung mit tief wurzelnden Arten bringt keine schnelle Hilfe. Ein guter Ausweg ist da die Anlage eines Tiefbeetes, das einen tiefgründigen, lockeren Boden schafft und damit ideal zum Anbau von Wurzelgemüse ist.

Ein Tiefbeet ist zwischen 1,2 und 1,5 Meter breit und je nach Beetgröße zwischen zwei und fünf Meter lang. Nach dem genauen Abmessen wird der Boden zwei Spaten tief ausgehoben, wobei die erste, obere Schicht zur weiteren Verwendung zur Seite zu legen ist. Der wenig belebte Unterboden aus der zweiten Schicht wird nicht benötigt und zum Bau von Trockenmauern oder Ähnlichem verwendet oder in dünnen Schichten dem Komposthaufen beigefügt.

Für eine langfristige Anlage lohnt es sich, die Seitenwände mit etwas herausragenden Steinplatten zu befestigen. Weniger lange haltbar sind Bretter. Bei Ärger mit Wühlmäusen im Garten kann der Grund auch mit einem engmaschigen Draht eingedeckt werden.

Nach dem Aushub ist der Boden im Tiefbeet aufzulockern. Dazu stößt man eine Grabegabel bis zum Stielanfang in den Boden und bewegt sie vor- und rückwärts. So wird der Grund des Tiefbeetes bis zu einer Tiefe von 30 Zentimetern gelockert, ohne gewendet zu werden. In Abständen von zehn Zentimetern wird die Grabegabel erneut eingestoßen und der Boden auf diese Art feinkrümelig gemacht. Wichtig ist natürlich, die bearbeitete Fläche nicht mehr zu begehen.

Anschließend wird die zur Seite gelegte Erde mit grobem Kompost, etwas verrottetem Mist und, falls sie sehr tonig sein sollte, mit reichlich grobem Sand vermengt, sodass eine feinkrümelige, humus- und nährstoffreiche Mischung entsteht. Diese wird in das Tiefbeet locker eingefüllt, und fertig ist die Anlage.

Bei der Erstellung und der zukünftigen Bearbeitung ist darauf zu achten, dass das Beet nicht begangen wird, da sonst leicht wieder eine Verdichtung eintreten kann. Zwecks leichterer Bewirtschaftung kann man auch ein Brett quer über den Kasten des Beetes legen.

Frühe Ernte

Ein weiterer Vorteil dieser Anlage mit ihrem lockeren, tiefgründigen Boden ist der Umstand, dass die Pflanzen viel weniger Platz zum Wachsen benötigen und deshalb die Reihen enger zusammenstehen. Da ein lockerer Boden schneller austrocknet, lohnt sich beim Tiefbeet ein ständiges Mulchen der Oberschicht mit Grasschnitt, Wildkräutern und Ernteresten, die aufgrund der biologisch hohen Aktivität schnell wieder in Pflanzennährstoffe umgewandelt werden.

Im zeitigen Frühjahr kann man das Tiefbeet auch gut mit einem Folientunnel überdachen, um schon früh Möhren zu ernten. Der Platz, den spätere Kulturen benötigen, ist im Frühling auch gut für erste Salate, Kohlrabi und Radieschen zu nutzen.

Bewährt sich das Tiefbeet im Garten, kann man jährlich ein neues hinzufügen, hat damit genug Platz für Mischkultur und Fruchtfolge und verbessert langfristig seine Gemüsebeete.

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