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NWZonline.de Gartenzeit

Wenn Wühlmäuse Ärger machen

29.12.2018

Nicht nur im Frühjahr und über Sommer kommt es zu Schäden durch Wühlmäuse, besonders im Herbst weisen vor allem knollige Gemüsearten deutliche Fraßspuren auf. Die Wurzeln von Schwarzwurzeln, Rüben, Roter Bete und Topinambur sind bei Problemen mit diesen Tieren oft größtenteils weggefressen. Legt man den Boden unter den Pflanzen etwas frei, stößt man bei einem Fraßschaden durch Wühlmäuse schnell auf Gänge.

Geräuschempfindlich

Nach dem Abernten der Gemüsebeete suchen die Wühlmäuse neue Futterquellen und finden sie über Winter in Blumenzwiebeln, in Wurzeln und im Stamm von Gehölzen, wobei Obstbäume einen besonderen Leckerbissen darstellen. In gravierenden Fällen kann man die Bäume fast mit bloßer Hand aus dem Boden ziehen, oder die Rinde ist am Wurzelhals abgefressen, sodass der Baum eingeht.

Um Wühlmäuse aus dem Garten zu vertreiben, gibt es mehrere Möglichkeiten. Es lohnt sich, einige auszuprobieren. Im Vordergrund steht ein Vergrämen dieser geruchs- und geräuschempfindlichen Tiere. Nutzt das nichts, müssen die Tiere eingefangen werden.

Die in letzter Zeit auf den Markt gekommenen akustischen Geräte erwiesen sich im Test als völlig wirkungslos. Besser klappt es mit Flaschen, aus denen der Boden entfernt wurde und die mit dem Hals nach oben in die Gänge gesteckt werden. Der Wind verursacht einen Pfeifton, der die Tiere vertreiben soll. Erfolgreich sind auch kleine selbst gebaute Windmühlen aus Blechdosen auf einem in die Erde gerammten Metallrohr, die ständig, je nach Windstärke, unterschiedliche Töne abgeben.

Um Wühlmäuse durch Geruch zu vergrämen, gibt es mehrere Methoden. Kaiserkronen, die intensiv nach Knoblauch und Moschus duften, werden überall dort angepflanzt, wo Wühlmäuse ihr Unwesen treiben. Eine andere Möglichkeit ist das Einbringen von Knoblauchzehen, Fischköpfen oder Zwiebelbrühe in das Gangsystem.

Fallen aufstellen

Hilft die Vergrämung der Tiere nicht, bleibt als weiteres Mittel das Fangen der Wühlmäuse übrig. Dazu kann man Schlagfallen verwenden oder, wenn das Töten nicht erwünscht ist, Röhrenwühlmausfallen. Letztere bestehen aus einem Rohr mit je einer Klappe an Anfang und Ende, die sich nur nach innen öffnen lassen. Die gefangenen Wühlmäuse können so an naturnahen Stellen wieder ausgesetzt werden. Diese Rohrfallen gibt es im Gartenhandel, oder sie lassen sich mit ein wenig Geschick auch selbst herstellen.

Zum Einsetzen der Falle wird mit der Blumenkelle der Gang freigelegt und das Rohr so eingesetzt, dass die Öffnungen in die Gänge schauen. Anschließend wird mit Erde oder einer Grassode abgedeckt. Schlagfallen dürfen nicht in Maulwurfsgängen aufgestellt werden. Diese erkennt man an den halbkreisförmigen Gängen, während die Röhren der Wühlmäuse hoch und schmal sind.

Die Anwendung von Vergasungspatronen sollte auf jeden Fall unterbleiben, weil sie den Garten mit Gift verseuchen und für zahlreiche andere Tiere des Gartens den sicheren Tod bedeuten.

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