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NWZonline.de Gartenzeit

Nasser Fuß und trockener Kopf

12.05.2018

Vollreif geerntet und frisch verzehrt, schmecken Tomaten einfach am besten, ein Grund, weshalb sie gern selbst angebaut werden. Damit dieses wärmeliebende Gemüse in unseren Breiten optimal wächst, sind für den eigenen Anbau ideale Wachstumsbedingungen zu schaffen.

Abstand halten

Tomaten lieben eine lange und warme Wachstumsperiode. Da sie empfindlich auf Nässe reagieren, erhalten sie im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon einen möglichst sonnigen, luftigen und geschützten Standort. Um die Pflanzen vor Regen zu schützen, ist ein Beet vor einer nach Süden ausgerichteten Mauer, nach Möglichkeit noch mit einem Überhang versehen, optimal. Natürlich ist auch der Anbau in einem Gewächshaus zu empfehlen.

Der Abstand von Pflanze zu Pflanze beträgt mindestens 60 Zentimeter, ein zu dichter Stand verhindert eine rasche Abtrocknung nach Niederschlägen und fördert pilzliche Erkrankungen. Als Starkzehrer stellen Tomaten einige Ansprüche an den Boden: Er sollte tiefgründig, mittelschwer und humos sein und nicht zu Staunässe neigen.

Da Tomaten sehr empfindlich gegen die geringsten Nachtfröste sind, ist ein Auspflanzen ins Freiland vor Ende Mai nicht zu empfehlen. Sinnvoll ist es, vor dem Pflanzen eine kleine Kuhle auszuheben, den benötigten Haltestab in den Boden zu stecken und sie mit reifem Kompost oder gut verrottetem alten Mist anzufüllen.

Tomatenpflanzen werden bis zu den Keimblättern eingepflanzt, da dies die Wurzelbildung fördert. Getreu der Devise, dass Tomaten einen nassen Fuß, aber einen trockenen Kopf bevorzugen, lohnt es sich, über den Tomatenwurzeln beim Pflanzen gleich einen mittelgroßen Blumentopf mit einzugraben, über den die Pflanze später gezielt gegossen und gedüngt werden kann, ohne dass die Blätter nass werden.

Ein besonderes Thema ist die Erziehung der Tomaten während der Kultur. Greift man als Gärtner nicht ein, so würde sich in jeder Blattachsel ein neuer Trieb bilden, und die Tomatenpflanze wäre innerhalb kürzester Zeit ein unübersichtlicher Busch.

Nebentriebe auskneifen

In den meisten Fällen werden Tomaten deshalb eintriebig erzogen. Das heißt, dass alle Nebentriebe sofort mit Hilfe des als Zange funktionierenden Daumen- und Zeigefingernagels herausgebrochen werden, man spricht vom Ausgeizen. In sonnigen Regionen hat es sich aber auch bewährt, Tomaten zwei- oder mehrtriebig zu erziehen. Die eigenen Erfahrungen im Garten sollten bei der Entscheidung behilflich sein.

In normalen Jahren kommen bei Tomaten selten mehr als fünf Fruchtstände zum Ausreifen. Deshalb ist es angebracht, nach fünf Blütenständen Ende August auch den Haupttrieb auszukneifen.

Eine gleichmäßig gute Wasser- und Nährstoffversorgung ist für die Pflanzen sehr wichtig. Alle ein, zwei Wochen erhalten sie mit dem Wasser auch eine Düngung, am besten mit vergorenen Pflanzenjauchen in der Verdünnung 1:7 bis 1:10. Nur bei feuchtem Boden wird gedüngt, und zwar nach der Devise „erst wässern, dann düngen“.