Tonmehle sind eine Art Gesteinsmehl, nur von bedeutend kleinerer Korngröße; jedes Teilchen ist kleiner als 0,002 Millimeter. Diese Minerale, die blättchenförmig ausgebildet sind, haben den unschätzbaren Vorteil, dass sie stark aufquellen können und dann Wasser und Nährsalze festhalten. Während Wasser und Nährstoffe durch sandige Böden schnell in das Grundwasser gelangen und es so durch hohe Nitratwerte auch noch belasten, halten Tonminerale durch Ionenaustausch diese Stoffe fest und geben den feinen Haarwurzeln der Pflanzen die Möglichkeit, sie aufzunehmen. Ein idealer Gartenboden besteht deshalb immer aus einem Gemisch von grobem, sandigen Material und Feinsubstanzen, wie Ton, die dann für Luftdurchlässigkeit, Wasserhaltevermögen und Nährstoffbindung sorgen.
Tonminerale werden sehr dünn und gleichmäßig auf die Kompostschichten aufgebracht, zwei Kilo pro Kubikmeter. Ein Zuviel stört die Verdauungstätigkeit der Bodenorganismen und lässt den Kompost schmierig werden. Tonminerale kann man auf leichten Böden jetzt oder auch im Frühjahr direkt über die Böden ausbringen, 200 g pro Quadratmeter sind die richtige Menge. Das feine Tonmehl wird dünn über die Beete gestreut und mit dem Sauzahn eingearbeitet.
