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NWZonline.de Gartenzeit

Bibelgarten: Biblische Gewächse für den Garten

19.06.2020

Varel-Büppel Die Feige ist das erste Gewächs, das nach allgemeinen Bezeichnungen wie Gras, Kraut und Bäumen konkret in der Schöpfungsgeschichte genannt wird. Mit ihren Blättern verhüllen Adam und Eva ihre Nacktheit. „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.“ So heißt es in der Genesis, dem ersten Buch Mose. In den darauffolgenden Tagen muss er wohl auch den Feigenbaum erschaffen haben.

Lange Pflanzenliste mit biblischem Bezug

Die Liste an Pflanzen, die in der Bibel genannt werden, ist lang. Mindestens 110 hebräische Wörter im Alten Testament und rund 50 Wörter auf Griechisch im Neuen Testament verweisen auf Pflanzen. Die Liste der Pflanzen im Bibelgarten beim Gemeindehaus „Die Arche“ in Büppel (Stadt Varel/Landkreis Friesland) umfasst immerhin gut 50 Pflanzen – darunter Feldfrüchte und Gartenpflanzen, Obstbäume, Wilde Kräuter, Waldbäume und Büsche, Wüstenpflanzen, Dornen und Disteln, Feldblumen, Heilmittel und Gewürze, Pflanzen mit und ohne biblischen Bezug.

Sehr akribisch hat Inge Wildvang sich mit dem Vorkommen und Anbau der biblischen Flora des Bibelgartens beschäftigt, als Pastor Tom Oliver Brok ihr 2014 entsprechende Fachliteratur von Autor Michael Zohary dafür zur Verfügung stellte. Seitdem kümmert sich und pflegt die Seniorin der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Varel mit viel Liebe zum Detail dieses paradiesische Fleckchen im Geestweg 9.

Von den Früchten des Landes Israel

Zahllose Anspielungen, Gleichnis- und Bildworte in der Bibel zeugen davon, welchen Rang die Pflanzen im Alltag des Volkes Israel einnahmen und wie eng die biblischen Völker mit der Natur verbunden waren. Eines der rätselhaftesten Symbole bleibt wohl jener Baum der Erkenntnis aus der Schöpfungsgeschichte. Häufig wird er als Apfel dargestellt. Es gibt zwar den Spruch „Omne malum ex malo (alles Böse kommt vom Apfel), aber einen Apfel, wie wir ihn kennen, hat es im damaligen Kulturraum nicht gegeben. Einige Fachleute gehen davon aus, dass die Feige oder der Granatapfel gemeint sein könnten, da diese damals zu den gängigen Früchten in den Gärten gehörten.

Und so darf die Feige als eine der sieben Früchte des Landes Israel auch im Büppeler Bibelgarten nicht fehlen. Das Maulbeergewächs „war in Israel neben Ölbaum und Weinstock der wichtigste Fruchtbaum und als Schattenspender wegen seiner großen Blätter beliebt (vgl. Joh 1, 48-50), gerne pflanzte man einzelne Feigenbäume in Weingärten an (Hhld 2,13)“, heißt es auf dem erklärenden Schild.

Helfer gesucht für Pflege und Beschriftung

Die Beschriftung der biblischen Pflanzen hat sich die neue Vikarin Luisa Böhmen aufs Heft geschrieben. Ergebnis sind kleine Open-Air „Blumenpredigten“, die alle Besucher des Bibelgartens auf Tafeln lesen können. Die neue Vikarin unterstützt das Bibelgarten-Team um Inge Wildvang und Johanna Ellenbeck. Pastor Brok schwebt sogar eine Kennzeichnung mit QR-Code vor. Hierfür wird ebenso ehrenamtliche Unterstützung gesucht wie für das Gartenteam.

Auch der Wein ist mittlerweile im Bibelgarten zu finden. Denn auch der Rebstock, der in der Antike als Baum klassifiziert wurde, wird als Baum der Erkenntnis vermutet. Dafür spricht auch seine Ambivalenz: Auch im Alten Testament wird vor dem Wein gewarnt, und im Islam ist Alkohol sogar verboten – gleichzeitig fließen Flüsse aus Wein im Paradies der Bibel und des Koran. Gemessen an den Erwähnungen nimmt Wein einen wichtigen Stellenwert in der Bibel ein. An über 300 Stellen im Alten wie im Neuen Testament wird Bezug auf den Weinstock genommen.

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Neben Griechischer Myrte, Lorbeer, Koriander, Flachs oder Speise-Chrysantheme sind viele weitere Pflanzen aus den heiligen Schriften im Büppeler Bibelgarten zu finden. Kräuter wie Dill aus dem Matthäus-Evangelium gehören ebenso dazu wie Zwiebeln, die im vierten Buch Mose genannt werden. Auch Besonderheiten wie die Mariendistel haben auf dem hohen Büppel ihren Platz gefunden. Einer alten Legende nach stammen die weißen Streifen auf ihren Blättern von der Milch der Jungfrau Maria.


Interessierte Helfer können sich im Kirchenbüro melden unter   kirchenbuero@ev-kirche-varel.de 
Swantje Sagcob Redakteurin / Sonderthemen Redaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 4661
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