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NWZonline.de Gartenzeit

Stauden statt Schotter

12.04.2019

„Viele Hausbesitzer glauben, dass sie lästige Arbeiten wie Unkrautjäten und Laubfegen hinter sich gelassen haben. Fast alle dieser ‚Kiesgärten‘ entpuppen sich nach einiger Zeit als unkalkulierbares Kostenrisiko“, betont Folko Kullmann, Präsident der Gesellschaft der Staudenfreunde. Zwischen den Schottersteinen sammelt sich ihm zufolge Müll – aber auch Laub und Staub, in dem Unkraut munter sprießt. Von unten dringen zudem häufig Zaunwinden und Co. durch das vermeintlich schützende Vlies.

„Als Resultat müssen die meisten Flächen schon nach wenigen Jahren komplett saniert werden – wenn vorher nicht bereits die Gemeinde eine Rückbauverfügung wegen unzulässiger Versiegelung erlassen hat“, sagt Kullmann. „Denn nichts anderes stellen diese sogenannten Vorgärten nach den Landesbauverordnungen dar.“

Fünf bis sechs Minuten pro Quadratmeter im Jahr

Eine viel bessere, denn tatsächlich pflegeleichte und kostengünstigere Variante für die Flächengestaltung vor dem Haus sind laut des Fachmanns Stauden. „Gut geplant und im Frühling gepflanzt, sorgen sie schon im ersten Jahr für üppige Blütenpracht. Sie sind aber nicht nur hübsch anzusehen, sondern bieten auch Insekten, Vögeln und anderen Tieren Nahrung und Lebensraum“, erläutert Kullmann. Der Pflegeaufwand sei bei der richtigen Sortenauswahl minimal. „Für Staudenmischpflanzungen benötigt man im Jahr in der Regel weniger als fünf bis sechs Minuten pro Quadratmeter. Da kann keine Steinfläche mithalten“, macht er deutlich.

Stauden sind Allroundtalente: Egal, ob in der vollen Sonne oder im Schatten, für jeden Standort gibt es passende Sorten. Viele davon sind sehr anspruchslos und kommen auch in heißen und trockenen Sommern mit einem Minimum an Gießaufwand aus. Werden sie möglichst dicht gepflanzt, haben auch unerwünschte Wildkräuter auf der Fläche keine Chance.  GPP/anm


     www.gds-staudenfreunde.de 
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