Zu den sogenannten zweijährigen Blumen gehören Bartnelken, Fingerhut, Gänseblümchen, Goldlack, Hornveilchen, Islandmohn, Marienglockenblume, Stiefmütterchen, Stockrosen und Vergissmeinnicht. Spätestens Anfang August muss ausgesät werden, wenn sie nächstes Jahr blühen sollen. Als Grundregel gilt: je rauer das Klima, desto eher verschiebt sich der Aussaattermin auf Mitte Juni/Anfang Juli. Am besten bereitet man für diese Blumen ein Anzuchtbeet vor, wo die Samen in Reihen von 10 Zentimetern dünn nach Anweisung auf den Tütchen ausgebracht werden. Einige Vertreter, wie der Fingerhut, sind nämlich Lichtkeimer und vertragen keine Abdeckung, andere, wie z.B. Islandmohn, wünschen nur eine ganz dünne Erdschicht, Stiefmütterchen und Vergissmeinnicht allerdings möchten dick mit Erde bedeckt werden.
Bis zum Keimen sind die Saatbeete immer leicht feucht zu halten; bei heißer, trockener Witterung ist ein tägliches Gießen morgens und abends erforderlich. Nach dem Auflaufen werden zu dicht stehende Keimlinge auf fünf mal fünf Zentimeter pikiert. Im Spätherbst, aber auch noch im Frühjahr erhalten die Pflanzen ihren endgültigen Platz auf Sommerblumenbeeten, zwischen Stauden, zur Einfassung von Beeten und Wegen oder in Kübeln und Schalen.
Stiefmütterchen und Vergissmeinnich
In den meisten Gärten werden von den Zweijahresblumen Stiefmütterchen und Vergissmeinnicht als Frühlingsblüher bevorzugt. Um für Abwechslung unter diesen Blumen zu sorgen, empfiehlt es sich, auch einmal eher unbekanntere Arten auszuprobieren, die je nach Art vom Frühling bis zum Herbst aufblühen.
Hornveilchen
Vom Aussehen ähnlich wie Stiefmütterchen, aber nicht so knallbunt, sondern in zarten Gelb- und Blautönen blühend, sind die Hornveilchen. Sie bieten sich bei der naturnahen Gartengestaltung als Einfassung für Beete, zur Pflanzung in Steingärten und in Trögen und Töpfen an.
Kultur-Gänseblümchen
Für unzählige Farbtupfer im Frühjahr sorgen die niedrigen Kultur-Gänseblümchen, die überall, wo Platz ist, hingepflanzt werden.
Goldlack
Vom Frühjahr bis in den Sommer hinein blüht der stark duftende Goldlack mit gelben bis braunroten Farben, der bis zu 70 Zentimeter groß wird.
Bartnelken
Von Juni bis August folgen dann unermüdlich die Bartnelken, die sich durch vielfältige Farbvariationen auszeichnen; neben einfarbigen weißen, rosa bis dunkelroten Blüten gibt es auch auffällige zweifarbige Varianten.
Marienglockenblumen
Ab Sommeranfang zeigen sich die großen Blüten der Marienglockenblumen, die in den Farben weiß, rosa und blau in dichten Trauben herabhängen. Sie passen gut an freie Stellen zwischen Stauden und eignen sich zum Schnitt für die Vase.
Islandmohn
Islandmohn mit seinen zarten, farbigen Blütenschalen und einer Höhe von gut 30 Zentimetern harmoniert angenehm mit anderen Pflanzen in Steingärten oder als Einfassung zu Beeten und Rabatten.
Riesen-Gartenfingerhüte
Mehr in den Hintergrund gehören die bis zu eineinhalb Meter hohen, in ausdrucksvollen Pastellfarben blühenden Riesen-Gartenfingerhüte und die noch größer werdenden strahlend gelb blühenden Königskerzen, die immergrüne Gehölzpflanzungen und Staudenrabatten beleben.
Manche dieser Pflanzen, wie Bartnelken, kommen noch mehrere Jahre wieder, andere samen sich aus, so- dass viele Zweijahresblumen mit der Zeit von ganz allein im Garten heimisch werden und die Blütenfülle bereichern.
