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NWZonline.de Gartenzeit

Direkt ins kühle Nass springen

01.06.2018

Im Angebot sind heute mit Swimming- sowie Naturpool und Schwimmteich drei in vielen Punkten verwandte und doch grundlegend unterschiedliche Varianten erhältlich, von denen jede ihre Eigenheiten hat. Die sollte man kennenlernen, bevor man sich entscheidet, welche am besten zu den eigenen Vorlieben und in den Garten passt. Jo Wietheger, Gartengestalter mit langjähriger Erfahrung beim Bau von Badegewässern, und Mitglied der Genossenschaft Gärtner von Eden, weiß, worauf es ankommt.

Swimmingpool: Der Klassiker der Badegeplätze

Laut Wiethinger spricht einiges für die traditionelle Bademöglichkeit. „Das Wasser ist beispielsweise angenehm weich. Außerdem kann man die Anlagen problemlos so bauen, dass sie das ganze Jahr über nutzbar sind“, sagt der Experte. Eine gleichbleibend gute Wasserqualität ist beim klassischen Pool durch den Einsatz chemischer Zusätze und einen pH-Wert-Regulator sichergestellt. In der Praxis kommen dafür häufig Chlortabletten als kostengünstige Variante zum Einsatz. Komfortabler und zuverlässiger ist eine automatische Dosierungsanlage. Allerdings muss diese einmal jährlich gewartet werden, was natürlich ein Kostenfaktor ist. Die chemische Wasseraufbereitung ist aus Sicht vieler Hobbyschwimmer auch der größte Nachteil eines Swimmingpools, denn ihnen behagt heute das Baden in gechlortem Wasser nicht mehr, manch einer verträgt es auch schlicht nicht.

Insgesamt gilt ein Swimmingpool als ausgesprochen pflegeleicht. Allerdings muss alle zwei bis drei Jahre das Wasser komplett ausgetauscht werden. Das schlägt dann genauso wie der regelmäßige Nachschub an Chemikalien bei den Unterhaltskosten zu Buche und belastet auch die Ökobilanz. Wie diese insgesamt ausfällt, hängt aber noch von ein paar anderen Faktoren ab, zum Beispiel davon, wie intensiv man seinen Pool beheizt, beziehungsweise wie gut er wärmegedämmt und mit welcher Abdeckung er ausgestattet ist. Stilistisch passt ein Pool in viele Gärten. Die Bauvarianten reichen vom klassisch gemauerten oder betonierten Becken bis zum Fertigbecken, sodass es viel Raum für individuelle Gestaltung gibt.

Schwimmteich: Wie in der Natur

„Wer das Schwimmen im eigenen Garten zu einem möglichst naturnahen Erlebnis machen möchte, ist mit einem Schwimmteich gut beraten“, ist sich Wietheger sicher. „Hier kommt die Wasseraufbereitung ganz ohne Chemie aus. Außerdem ist ein Schwimmteich zu allen Jahreszeiten optisch attraktiv und bringt viel Natürlichkeit in den Garten, weil zu ihm ein Pflanzbereich gehört und er Tiere wie Libellen anlockt.“ Die Wasseraufbereitung funktioniert ausschließlich mit Hilfe von Mikroorganismen und Pflanzen. Die entziehen – kurz gesagt – dem Teichwasser so viele Nährstoffe, dass die Wasserqualität gleichbleibend gut ist.

Die bauliche Umsetzung beschreibt der Profi: „Die Pflanzen zur Wasserreinigung sind in einer sogenannten Regenerationszone angesiedelt. Diese ist mit dem eigentlichen Schwimmbereich verbunden, aber flacher als dieser.“ Das erklärt dann auch den einzigen Nachteil, den ein Schwimmteich hat: Er braucht deutlich mehr Platz als ein Pool. Je nach Bauart sollte die Regenerationszone 30 bis gut 50 Prozent der gesamten Teichfläche einnehmen, um das System stabil zu halten.

Da ein Schwimmteich in der Regel mithilfe von Teichfolie abgedichtet wird, ist man in der Ausgestaltung seiner Form vollkommen frei. In Sachen Pflege stehen die regelmäßige Reinigung des Skimmers, einmal jährlich Pflanzen stutzen, bis zu fünfmal im Jahr Sedimente absaugen und bei Bedarf Wasser nachfüllen an – ja, auch ein Schwimmteich macht Arbeit. „Aber die ist sehr überschaubar“, versichert Jo Wietheger. Ein weiterer Pluspunkt für den Schwimmteich ist, dass sich die Unterhaltskosten ebenfalls in erfreulich engen Grenzen halten. Das liegt auch daran, dass abgesehen von der Ergänzung verdunsteten Wassers ein Schwimmteich nie neu befüllt werden muss. Auch deshalb ist seine Ökobilanz so gut.

Naturpool: Natürlich und designstark

Unter Naturpool versteht man einen Pool mit naturbelassenem Wasser, das ohne Chemie gereinigt wird, wobei das Schwimmbecken keine Bepflanzung enthält. Die Wasserreinigung findet in einer separaten Filtration statt, sodass die Bademöglichkeit auf den ersten Blick nicht vom konventionellen Swimmingpool zu unterscheiden ist.

„Durch sein Filtersystem ist der Naturpool chemiefrei, umweltfreundlich und preiswert im Unterhalt“, fasst Wietheger die Vorteile zusammen. „Sein Wasser ist weich. Außerdem ist das Filtersystem fehlertolerant, und seine Technik weniger komplex als die konventioneller Swimmingpools.“ Auch beheizen lässt sich der Naturpool mittlerweile.

Stilistisch lässt sich der Pool nahezu jedem Gartentyp anpassen. Zu den regelmäßig anfallenden Pflegearbeiten gehört vor allem der tägliche Einsatz eines Poolroboters. Einmal wöchentlich sollten zudem für den Roboter nicht zugängliche Bereiche wie Ecken und Treppen mit einer Bürste gereinigt werden. Des Weiteren sollte man in regelmäßigen Abständen Pumpen und Filter überprüfen – alles Dinge, die der Biopoolbesitzer selbst erledigen kann. Ein Wasserwechsel gehört übrigens nicht zu seinen regelmäßigen Aufgaben, denn wenn alle Filter richtig arbeiten, braucht es den nicht. Das spart Arbeit, Geld und wirkt sich positiv auf die Ökobilanz aus.


  www.gaertner-von-eden.com 

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