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NWZonline.de Gartenzeit

Wasservorrat: Zisterne nachträglich einbauen

17.09.2021

Wasser marsch – trotz Klimawandel? Viele Hausbesitzer fragen sich, wie sie ihre Blumen, Beete und Bäume trotz zunehmender Trockenheit optimal mit Wasser versorgen können. Eine Zisterne kann das Regenwasser für den Garten und auch die Verwendung im Haushalt speichern. Ein Einbau ist nicht nur im Neubau möglich.

Wie kostbar Wasser geworden ist, merken vor allem Hobby­gärtner. In den letzten acht von zwölf Monaten lag die Nieder­schlags­menge unter dem lang­jährigen Durch­schnitt. Nur Nieder­schläge decken den Wasser­bedarf der Pflanzen im Garten nicht mehr. Allein in den Sommer­monaten braucht die Vegetation 20 Liter pro Quadrat­meter, um zu gedeihen. Deshalb ist eine Anlage zur Regen­wasser­nutzung eine clevere Lösung – vor allem für Haus­besitzer.

Nachrüsten im Paket

„Intelligentes Wasser­manage­ment durch den Einbau einer Zisterne auf dem eigenen Grund­stück ist ein lokaler, praktischer Beitrag zum Klima­schutz“, sagt Holm Breitkopf von der BHW Bausparkasse. „Für Haus­besitzer gibt es günstige Nachrüst-Pakete.“ Für viele mag es keine schöne Aussicht sein, den Garten nach­träglich aufzu­graben. Doch die vorüber­gehende Baustelle lohnt sich: Betreiber können den Nieder­schlag das ganze Jahr über sammeln und das Wasser auch im Haus zum Waschen oder für die Toiletten­spülung nutzen.

Regen auch zum Waschen

Wie groß der Wasser­speicher im konkreten Fall sein muss, richtet sich nach der Nieder­schlags­menge am Standort, der Dach­fläche und der Bewohnerzahl. Je 25 Quadrat­meter Dach­fläche benötigt man rund 1.000 Liter Tank­volumen. Zisternen gibt es mit bis zu 9.000 Liter Fassungs­vermögen. „Fragen Sie den Fachmann, ob auch Versorgungs­leitungen im Haus nutzbar sind, um die Wasch­maschine oder die WC-Spülung anzuschließen“, rät Breitkopf. Ein Vier-Personen-Haushalt kann so pro Jahr rund 60 Kubik­meter Trink­wasser ersetzen. Ent­fallen die Abwasser­gebühren durch die Eigen­nutzung des Regen­wassers, kommen noch einmal bis zu 300 Euro Ersparnis im Jahr dazu.

Förderung vor Ort

Das Umwelt­bundes­amt gibt die Kosten für eine Zisterne, Leitungen, Filter und Pumpen mit 2.500 bis 5.000 Euro an, je nach Fassungs­vermögen des Tanks und Anteil der Eigen­leistung. Über Förder­möglich­keiten geben örtliche Bau- und Umwelt­ämter Auskunft.

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