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NWZonline.de Gartenzeit

Wespe oder nicht?: Was es mit der Schwebfliege auf sich hat

29.06.2020

Veitshöchheim (dpa/tmn) - Schwebfliegen sind nur scheinbar Wespen oder Bienen - und komplett harmlos. Sie stechen nicht mal, wenn sie geärgert werden.

Sie sind aber genauso wie ihre schwarz-gelben Insektenkollegen wichtig für die Bestäubung von Blüten. Denn erwachsene Schwebfliegen ernähren sich von Pollen und Nektar. Laut der Bayerischen Gartenakademie findet man sie im Sommer häufig auf Dolden- und Korbblütlern sowie auf Hahnenfuß- und Rosengewächsen.

Dort legen die Weibchen mehrere Hundert Eier, am liebsten inmitten von jungen Läusekolonien. Und das ist ihr größtes Geschenk an Hobbygärtner: Die Larven sind Vielfraße, die der Gartenakademie zufolge in ihrer kurzen Larvenzeit mehrere hundert Blattläuse verspeisen.

Larven ähneln teils kleinen Nachtschnecken

Auch an Apfel- oder Zwetschgenbäumen, manchmal im Salat, an Kohl oder an Bohnen findet man die Larven. Ihr Erkennungsmerkmal: Sie sind hellgrün, beige oder durchsichtig und ähneln schon mal einer kleinen Nacktschnecke.

Das schwarz-gelbe Kleid von erwachsenen Schwebfliegen ist reine Tarnung. Man kann sie von Wespen anhand der fehlenden Wespentaille unterscheiden. Und Schwebfliegen haben wie die Fliegenarten nur zwei ausgereifte Flügel - Bienen und Wespen vier.

Am einfachsten macht man sie aber im Flug aus: Sie können wie Kolibris still in der Luft schweben und dann blitzartig vorwärts oder rückwärts sausen.

Keine Chemie gegen Blattläuse

Wer die gefräßigen Blattläuse-Bekämpfer im eigenen Garten unterstützen möchte, sollte auf chemische Bekämpfungsmaßnahmen gegen Blattläuse verzichten, raten die Experten. Solche Mittel zerstören das Nahrungsangebot für die Larven - und das natürliche Gleichgewicht. So fehlt beim nächsten Befall die Gegenwehr.

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Stattdessen reicht es, stark befallene Pflanzenteile mit dem Finger oder einem Schnitt zu entfernen. Den Rest sollten dann die Larven machen. Und für die erwachsenen Schwebfliegen sollte man Korb- und Doldenblütler setzen.

© dpa-infocom, dpa:200629-99-601259/2

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