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NWZonline.de Gartenzeit

Gartenblogger: Garten ist Ausgleich und Leidenschaft

24.09.2021

Westerkappeln „Ich versuche zu vermitteln, dass Lebensmittel wichtig sind und jeder in seinem Rahmen gärtnern kann. Tomaten kann man überall pflanzen und ernten“, so Dennis Schinkel aus Westerkappeln, Landkreis Lotte. Der 34-Jährige ist hauptberuflich in der Chemiebranche tätig und entwickelt Lacke. „Für mich war immer klar, wenn ich Kinder habe, möchte ich auch einen Garten haben. Mit dem ersten Kind sind wir dann in das Haus gezogen“, erklärt Dennis Schinkel, der mit Ehefrau und zwei Kindern (acht und vier Jahre) auf dem Land wohnt. „Ich habe einen Nachbarn und drumherum sind nur Felder“, erzählt er und lacht. Für ihn sei es wichtig, dass man Kinder an den Garten heranführe.

In einem exklusiven NWZ-Interview anlässlich der 1. GardenCon im Park der Gärten gibt Dennis Schinkel einen Einblick in @zurueckzumgarten.

Kommst du aus einer Gartenbaufamilie?

Nein. Meine Oma hatte noch einen richtigen Selbstversorgergarten mit etwa 900 Quadratmetern purem Gemüseanbau, da war die Rasenfläche eher klein. Aber in meinem Elternhaus – in einer Mietwohnung mit Balkon – wurde nicht gegärtnert. Irgendwann in der Jugend kam es ein wenig zurück, da hatten wir dann wieder einen Garten – aber nicht mit Gemüse.

Als ich dann alleine war, also von zu Hause ausgezogen, da kam so langsam das Gärtnern zurück. Anfangs hatte ich vielleicht fünf Quadratmeter, da habe ich nur Küchenkräuter angebaut – nur etwas zum Kochen. Dann kamen die Radieschen, die Zucchini, dann Kartoffeln – und Kartoffeln auf einem Quadratmeter lohnt sich nicht. Als wir das Haus gekauft haben, war die Fläche da und jetzt geht’s in alle Richtungen.

Wie können wir uns deinen Garten vorstellen?

Unser Garten ist mit 250O Quadratmetern Fläche sehr groß, mein Gemüsegarten hat aber nur 70 Quadratmeter. Ich arbeite lieber effektiv, um auf kleinem Raum möglichst viel Ertrag rauszuholen und das perfektioniere ich. Aus meinen 70 Quadratmetern habe ich trotzdem am Ende mehr Ertrag als andere, die 400 Quadratmeter haben, weil ich dreimal im Jahr anbaue und nicht nur einmal.

Viel Ertrag auf wenig Gartenfläche

Bis man seinen eigenen Plan hat, dauert es, aber dann kann man auf einer kleinen Fläche einen guten Teil an Gemüse anbauen. Das versuche ich zu vermitteln. Denn wie viele Leute haben überhaupt große Gärten? Das sind die wenigsten. Die meisten haben nur Standardgarten mit zwei Hochbeeten – vielleicht 30 Quadratmeter. Deshalb zeige ich es eher im kleinen Format und da effektiver zu arbeiten, weil das auch mehr Leute anspricht.

Ich habe kein Marketingkonzept dahinter, aber ich habe durch die Rückmeldungen – ich schreibe ja mit meinen Zuschauern – gemerkt, dass das kleine Format wichtiger ist. Daher zeige ich auch mal nur einen Blumentopf. Jeder hat Platz für einen Blumentopf – selbst auf dem Balkon. So bin ich in diese Schiene gerutscht. Weil ich so viel Fläche habe, drifte ich etwas ab in den gestalterischen Bereich mit Blumen und Stauden.

Bist du auf allen Kanälen??

Man muss heutzutage werbetechnisch auf allen Kanälen unterwegs sein. Ich bin auf YouTube am größten mit knapp 40.000 Abonnenten und wenn das so weiterläuft, habe ich nächstes Jahr die 100.000 voll. Die Kurve ist ziemlich steil. Allerdings kann ich dort nur etwas zeigen und wenig interagieren, biete also Content und Erklärvideos.

Instagram nutze ich deshalb mehr, um mit Leuten in direktem Austausch zu stehen. Ich kann das Handy jederzeit aus der Tasche holen, Livestream machen, direkt posten und auf Reaktionen gleich antworten. Das ist ein sehr schnelllebiger Kanal.

Man bedient jedes Medium anders. Einen Blog, den man schreibt, wird online erstellt und dann kommen auch mal Nachfragen. Bei einem Text kann man kurz etwas abändern, bei einem Video nicht – darin liegen die Unterschiede der Medien.

Bei YouTube ist es deutlich aufwendiger. Um ein Video zu produzieren, muss alles stimmen – Ton, Bildführung, Qualität. Die Zuschauer sind inzwischen auch verwöhnt. Und wenn man keine Ahnung von Videoschnitt hat, wird es schwierig.

Wie sieht es bei dir mit dem Zeitfaktor aus, Videos zu produzieren?

Ich bin um 16 Uhr zu Hause, weil ich früh anfange und mache in der Woche etwas mit der Familie, am Wochenende habe ich Zeit und kann meine ganzen Kanäle bedienen. Unter der Woche kann ich schon mal etwas vorbereiten.

Für einen 15 Minuten-Videodreh brauche ich etwa eine halbe bis eine Stunde – das geht sehr kompakt und beim Schnitt ebenfalls, das schneide ich auch in einer Stunde. Für meinen YouTube-Kanal brauche ich zwei bis drei Stunden in der Woche – da kommt mir mein Beruf und meine Arbeitszeit zugute.

Verdienst du Geld damit??

Bei YouTube verdient man unter 1.000 Abonnenten nichts. Man muss aber auch die Ausstattung anschaffen. Ich bekomme Geld – das ist wie ein Nebenjob. Verdienen ist schön, aber nicht um jeden Preis. Ich schaue mir die Kooperationspartner genau an. Es muss authentisch bleiben.

Welche Vision hast du?

YouTube-technisch würde ich die 100.000 Abonnenten gerne erreichen – das ist ein Ziel. Dafür ist einmal die Woche ein Video Minimum, zwei bis fünf Mal wäre besser, aber die Zeit habe ich nicht. Dann eher hauptberuflich. Inhaltlich gesehen ist mein Ziel authentisches Gärtnern für den Normalverbraucher. Ich gärtner in meiner Jogginghose, in Stiefeln und so wie ich Lust habe.

Swantje Sagcob Redakteurin / Sonderthemen Redaktion
Rufen Sie mich an:
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