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NWZonline.de Gartenzeit

Wildrosen: Nahrungsquelle für Tiere

30.10.2020

Vom Sommer bis in den Herbst hinein sind die Blüten der Wildrosen ständig von Fluginsekten umlagert, die hier Nahrung suchen.

Besonders gut kann man die Arbeiterinnen der Hummeln beobachten, wie sie mit viel Geschick Pollen sammeln. Oft hört man sie schon von Weitem in den Rosenhecken brummen. Diese Laute entstehen durch die Vibration ihrer Brustmuskulatur. Die trockenen Pollen der Rose fallen dadurch auf ihr Haarkleid, und anschließend füllen sie diese in ihre „Höschen“. Bienen würden für die Aufnahme derselben Menge Pollen erheblich mehr Zeit benötigen, da sie nicht über das Gewicht der Hummeln verfügen. Aber nicht nur Erdhummeln und Honigbienen kann man an den Blüten antreffen; in naturnahen Gärten sind auch schnell Blattrosenkäfer, Grabwespen und Steinhummeln zur Stelle. Die Blätter der Wildrosen dienen als Raupenfutter eines Schmetterlings, dem Kleinen Nachtpfauenauge, und die sich zahlreich bildenden Hagebuttenfrüchte sind Nahrung für Dompfaff, Grünfink, Kernbeißer und sogar den Igel. Bedenkt man zudem, dass die Wildrosen zusätzlich ein wertvolles Vogelschutzgehölz mit Brut- und Versteckmöglichkeiten darstellen, sind diese duftenden Blütenhecken eine Bereicherung für den naturnahen Garten.

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Am unempfindlichsten und wuchswilligsten sind Wildrosen mit strauchigem Wuchs, die sich über Ausläufer verbreiten. Sie bilden blütenübersetzte Hecken, die sich für jeden naturnahen Garten anbieten. Am Gartenrand gepflanzt, bilden sie einen guten Windschutz und bieten der Tierwelt Unterschlupf und Nahrung.

In den letzten Jahren entstanden auch viele Neuzüchtungen aus den Wildrosen, die Schönheit und Gesundheit aufweisen. Je nach Art werden die Pflanzen ein bis fünf Meter hoch und blühen weiß, gelb oder rot in meist einfachen, ungefüllten Blüten, die sich bei einigen Sorten bis zu den ersten Frösten zeigen.

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