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NWZonline.de Gartenzeit

Leicht scharf und pfeffrig im Geschmack

21.12.2019

Das Winterbohnenkraut zählt zu den immergrünen, verholzenden Zwergsträuchern, ähnlich wie Rosmarin und Thymian, die alle im Mittelmeergebiet beheimatet sind und deren Blätter ein Bestandteil der geschätzten „Herbes de Provence“ sind. Am einfachsten besorgt man sich Jungpflanzen, da eine Aussaat mühseliger ist. Der beste Aussaatzeitpunkt ist im Frühjahr oder Hochsommer. Hat man erst einmal einige Büsche im Garten angesiedelt, lassen sie sich auch einfach über holzige Stecklinge im Sommer vermehren.

Im Garten wächst das Winterbohnenkraut wie in seiner Heimat am liebsten auf steinigem, kalkhaltigem, eher nährstoffarmem Boden an einem vollsonnigen, geschützten Standort. Gibt man den Pflanzen einen zu nährstoffreichen und feuchten Platz, schießen sie zwar üppig ins Kraut, frieren über Winter aber stark zurück, da die Triebe nicht ausreichend ausreifen können.

Vor strengem Frost schützt man die Pflanzen besonders in ungünstigen Lagen mit einer lockeren Abdeckung aus Kieferreisig. Im zeitigen Frühjahr schneidet man die Büsche dann um ein Drittel zurück, damit sie aus dem alten Holz wieder frisch austreiben.

Ähnlich wie beim einjährigen Bohnenkraut entwickeln sich am verzweigten Stängel zahlreiche schmale glänzende Blättchen. Im Spätherbst bilden sich reichlich die meist weißen, zierlichen Lippenblüten.

Für die Küche werden die frischen Blätter vorwiegend im Winterhalbjahr ständig geerntet, ohne die kleinen Büsche allerdings kahl zu zupfen. In seinem Geschmack ist es ein bisschen schärfer und nicht so mild aromatisch wie das Sommerbohnenkraut. Es ähnelt eher dem pfeffrigen Geschmack des Thymians.

Bohnengerichten gibt dieses Kraut einen abgerundeten Geschmack und hilft, dieses blähungsfördernde Gemüse besser zu verdauen. Neben den verschiedenen Bohnengerichten und anderen Hülsenfrüchten passt das Winterbohnenkraut auch gut zu deftiger Hausmannskost wie Eintöpfen, Kartoffel- und Gemüsegerichten.

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