Die Hainbuche (Carpinus betulus), auch Weißbuche, ist keine echte Buche. Sie gehört zur Familie der Birkengewächse und ist mit den Birken, Erlen und der Haselnuss verwandt. Heimisch ist die Hainbuche in Mittel- und Südeuropa sowie in Westasien. Im Garten wird das Gehölz meist als Hecke oder Formgehölz gepflanzt. Doch auch als Hausbaum ist Carpinus betulus sehr attraktiv. In großen Gärten lässt sich die freiwachsende Weißbuche gut mit herbstfärbenden Gehölzen kombinieren.
Schnelles Wachstum
Carpinus betulus erreicht eine Wuchshöhe von 10 bis 20 Metern, wobei die Krone zunächst kegelförmig, später rundlich bis zu 12 Meter breit wächst. Der Baum hat einen Jahreszuwachs von 30 bis 35 Zentimetern. Die sommergrünen Blätter der Hainbuche färben sich im Herbst goldgelb und verbleiben teilweise bis zum Frühjahr an der Pflanze. Die Blüten zeigen sich als männliche, etwa fünf Zentimeter lange gelbe Kätzchen und als weibliches, unscheinbares Gegenstück. An den weiblichen Früchten entwickeln sich kleine Nüsschen mit Flügelblatt.
Standort und Boden
Ansprüche an Standort und Boden stellt die Hainbuche wenige. Sie vertragen Sonne und Schatten sowie einen mäßig trockenen bis feuchten Boden, der sandig bis tonig und sauer bis alkalisch sein kann. Lediglich Staunässe sollte auf die Dauer vermieden werden.
Hainbuche pflanzen
Wurzelnackte Exemplare der Hainbuche werden bis Ende März oder im Herbst gepflanzt. Hainbuchen mit Wurzelballen oder Topfballen werden im Spätherbst gepflanzt, wenn die Bodenfeuchtigkeit ideal für die Jungpflanzen ist. In den ersten Jahren machen die Gehölze keinen Zuwachs, da sie sich zunächst etablieren müssen. Sie bilden dann eine Lebensgemeinschaft zusammen mit Mykorrhiza-Pilzen im Boden. Nachdem die Hainbuche angewachsen ist, braucht sie nur wenig Pflege. Zur Wachstumsbeschleunigung kann im Frühjahr mit Kompost und Hornspänen gedüngt werden. Bei schnell trocknenden Böden ist auch eine Mulchschicht im Wurzelbereich sinnvoll.
Zweimal jährlich schneiden
Wird die Weißbuche als Hecke oder Formgehölz gepflanzt, sollte sie zwei Mal im Jahr mit der Heckenschere in Form geschnitten werden. Der Schnitt erfolgt im Juni und wahlweise Mitte August oder Mitte Februar. Verwilderte Exemplare können auch kräftig zurückgeschnitten werden, da sie problemlos wieder austreiben.
