DELMENHORST - Der Vorstand des Kreisverbandes Delmenhorst der Linkspartei und die Sprecher der Arbeitsgruppen haben den aus der Partei vorläufig ausgeschlossenen Vorsitzenden Peter Vogel zu ihrem Wahlkampfmanager in medien- und organisationspolitischen Fragen berufen. Darauf haben sich der Vorstand der Partei und die Sprecher der Arbeitskreise unabhängig vom gegenwärtigen Status des Ausgeschlossenen geeinigt. Gemeinsam mit Vogel ist Petra Dombrowe weiterhin Vorsitzende des Kreisverbandes, sagt Volker Wohnig, Sprecher des kommunalpolitischen Arbeitskreises der Linkspartei.

„Vogel ist weiterhin unser Vorsitzender“, erklärt Wohnig. „Die Entscheidung der Bundesschiedskommission ist für uns inakzeptabel. Wir befinden uns mitten im Kommunalwahlkampf und wir lassen uns von solchen Entscheidungen nicht beirren.“

Inzwischen hätten sich nach Auskunft Wohnigs alle niedersächsischen Bundestagsabgeordneten der Linkspartei mit Vogel solidarisch erklärt und einen Fachanwalt gestellt. Der Landesvorstand der Partei werde beim Bundesvorstand Vogels Neuaufnahme beantragen.

Am vergangenen Freitag war die Landesvorsitzende der Partei, Giesela Brandes-Steggewentz, auf Einladung eines „Freundeskreises der Linkspartei“ in Delmenhorst gekommen, um sich mit den Vogel-Unterstützern vor Ort zu beraten. Wohnig: „Wir wollen und wir werden auf Vogels Mitarbeit im Wahlkampf nicht verzichten, um die Ziele unserer Partei bei der Kommunalwahl zu erreichen“.

Peter Vogel, der am 4. Juni zusammen mit Ratsherr Jörg Dombrowe von der Bundesschiedskommission aus der Partei ausgeschlossen wurde, hat inzwischen einen Göttinger Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung seiner Mitglieds- und Mandatsrechte beauftragt. Ziel ist ein Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung vor dem zuständigen Verwaltungsgericht.

Peter Vogel sagt dazu: „Ich lasse mich doch nicht mit Verleumdungen wie ein Hund vom Hof jagen.“