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NWZonline.de Nachrichten Panorama Vor Gericht

Mutter ließ Neugeborenes im Keller verhungern

24.04.2015

Dortmund Eine junge Frau aus Dortmund hat ihr Baby offensichtlich direkt nach der Geburt qualvoll sterben lassen. Zu Beginn des Totschlagprozesses vor dem Dortmunder Schwurgericht gab die Angeklagte 22-Jährige am Donnerstag zu, das Mädchen nach der Geburt im Keller ihres Mietshauses in ein Handtuch gewickelt und in eine Tüte gestopft zu haben. Dann sei sie einfach weggelaufen. „Es hat geatmet“, bestätigte die Frau. „Ich habe dabei nichts empfunden. Ich hatte nicht mal Angst, dass man das Kind hören würde.“

Erst eine Woche später machte ein Nachbar in dem Keller die schreckliche Entdeckung. Rechtsmediziner kamen bei der Obduktion zu dem eindeutigen Befund, dass das Mädchen nach der Geburt noch mindestens 30 Minuten, sehr wahrscheinlich aber noch viel länger gelebt hat. Zur genauen Todesursache lassen sich keine Angaben mehr machen. Sehr wahrscheinlich sei der Säugling verhungert, verdurstet oder in dem kalten Keller erfroren. „Das ist qualvoll, das wissen wir alle“, sagte Rechtsmediziner Ralf Zweihoff den Richtern.

Die Angeklagte hat bereits drei Söhne von zwei verschiedenen Männern. Alle drei Kinder hatte das Jugendamt erst einige Wochen vor der erneuten Geburt aus der Familie geholt. Es gebe Anzeichen auf Vernachlässigung oder sogar Gewalt gegen die Jungen, so die Begründung. Die 22-Jährige jedoch behauptete zu Prozessbeginn: „Das stimmt nicht.“ Ihr ältester Sohn habe sich Striemen an seinem Hals selbst beigebracht. „Er hat sich öfter selbst verletzt.“

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft läuft zurzeit auch ein Ermittlungsverfahren gegen den Partner der Angeklagten. Der leibliche Vater des verstorbenen Kindes soll in die Tatpläne eingeweiht gewesen sein, aber nichts dagegen unternommen haben. Noch in den Minuten der heimlichen Geburt im Keller schrieben die 22-Jährige und er sich laut Staatsanwaltschaft zahlreiche Kurznachrichten auf ihre Mobiltelefone.

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