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NWZonline.de Nachrichten Panorama Vor Gericht

Noch mehr Klinik-Morde?

24.06.2015

Oldenburg /Delmenhorst /Hannover Neue Verdachtsfälle im Fall Niels Högel: Nach NWZ-Informationen hat die Polizei bei den laufenden Exhumierungen auf Friedhöfen im Nordwesten bisher bis zu fünf mögliche weitere Opfer des Klinikmörders gefunden. Neben dem Friedhof in Ganderkesee, wo die Untersuchungen bereits abgeschlossen sind, exhumiert die Polizei derzeit Leichen auf Friedhöfen in Delmenhorst.

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Die Ermittlungsbehörden wollten die Informationen offiziell nicht bestätigen. Polizei und Staatsanwaltschaft verwiesen auf eine für Juli oder August geplante Zwischenbilanz. „Sobald bestimmte Ermittlungen abgeschlossen sind“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Oldenburg, Martin Rüppell, der NWZ.

Wie es hieß, beschränken sich die Exhumierungen und Obduktionen zunächst auf Friedhöfe in Delmenhorst und Umgebung. Sie sollen später auf Friedhöfe in anderen Regionen ausgeweitet werden. Die Ermittlungsbehörden untersuchen insgesamt mehr als 200 Todesfälle von Patienten in den Kliniken Delmenhorst und Oldenburg sowie in anderen Einrichtungen, in denen der Ex-Krankenpfleger Högel zwischen 1997 und 2008 gearbeitet hat. Der 38-Jährige verbüßt wegen der Tötung von Patienten im Klinikum Delmenhorst bereits eine lebenslange Haftstrafe.

Die Delmenhorster Anwältin Gaby Lübben erklärte, dass es für einen möglichen weiteren Prozess gegen Högel bereits zwölf nebenklageberechtigte Angehörige gebe, die sie vertrete. Auch das deutet auf weitere Opfer hin.

Unterdessen wurde eine für diesen Mittwoch geplante Anhörung des Landtags-Sonderausschusses zu den Klinik-Morden am Dienstag kurzfristig abgesagt. Es habe Terminprobleme gegeben, erklärte Grünen-Parlamentsgeschäftsführer Helge Limburg. „Wir holen das aber nach.“

Die Opposition kritisierte die nach ihrer Ansicht durch die rot-grüne Koalition gestrichene Sitzung. „Wir bedauern das sehr“, sagte die CDU-Abgeordnete Annette Schwarz (Delmenhorst) der NWZ. Die FDP erklärte, sie sei nicht gefragt worden.

Anwältin Lübben, die selbst ausgeladen wurde, sagte, es wäre kein Problem gewesen, sie zu hören. Christian Marbach (Ganderkesee), Angehöriger eines Högel-Opfers, kritisierte, dass bei der Patientensicherheit von Rot/Grün „bisher nichts gekommen ist“.

Marco Seng Redakteur / Reportage-Redaktion
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