• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Panorama Vor Gericht

Was, wenn der mutmaßliche Vater bereits tot ist?

10.11.2017

Oldenburg Kinder haben das Recht zu erfahren, wer ihr leiblicher Vater ist. Das kann mit einem Vaterschaftstest, einer DNA-Analyse, festgestellt werden. Aber was passiert, wenn der mutmaßliche Vater bereits tot ist? Nach einer aktuellen Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg können dann unter Umständen dessen leibliche Kinder herangezogen werden.

Im Fall einer 42-jährigen Oldenburgerin war der mutmaßliche leibliche Vater – eine Affäre der Mutter – bereits gestorben. Eine Genprobe konnte diesem Mann also nicht mehr entnommen werden. Darum verpflichtete das Familiengericht die zwei Söhne des Mannes, Genmaterial abzugeben. Die beiden hielten das jedoch für unzumutbar und zogen vors Oberlandesgericht. Auch weil ein Brief des Verstorbenen auf die Vaterschaft hindeutete, urteilte das Gericht zugunsten der 42-Jährigen. Die Klärung der Abstammung sei gegenüber dem Interesse der leiblichen Kinder, mit der Sache nicht behelligt zu werden, als übergeordnet zu bewerten, so der Senat. Das Wissen um die eigene Herkunft sei von zentraler Bedeutung für die Entfaltung der eigenen Individualität.

Inga Wolter stv. Ltg. / Online-Redaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2155
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.