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NWZonline.de Nachrichten Panorama Vor Gericht

Staatsanwalt geht von Tötungsvorsatz aus

17.01.2013

Delmenhorst /Oldenburg Im Prozess vor der Oldenburger Jugendkammer gegen die 19-Jährige aus Delmenhorst, die im Sommer vergangenen Jahres in der Delmenhorster Innenstadt die schwangere Freundin ihres Bruders mit mehreren Messerstichen in Unterleib, Hals und Rücken niedergemetzelt hat, hat die Staatsanwaltschaft am Mittwoch für die Angeklagte eine Jugendstrafe (Gefängnisstrafe) von sechseinhalb Jahren gefordert. Der Anklagevertreter wertete die Tat als versuchten Mord, gefährliche Körperverletzung und als einen Schwangerschaftsabbruch in einem besonders schweren Fall.

Die 19-Jährige habe alles getan, was für eine Tötung der damals 18-Jährigen erforderlich gewesen sei, ging der Staatsanwalt von einem Tötungsvorsatz aus. Die Angeklagte sei auch nach der Tat zu ihrem Vater gegangen und habe erklärt: „Ich habe sie umgebracht“. Wie durch ein Wunder hatte das Opfer die als heimtückisch angeklagte Messerattacke schwer verletzt überlebt. Das Ungeborene war aber gestorben.

Dr. Corina Seiter, Anwältin des Opfers, hatte darin die „eiskalte“ Berechnung der Tat gesehen. Sie forderte gestern sogar siebeneinhalb Jahre Gefängnis für die 19-Jährige. Die Familie der Angeklagten sei mit der 18-Jährigen und der Schwangerschaft nicht einverstanden gewesen. Die 19-Jährige sei es gewesen, die das Opfer (als frühere Freundin) letztlich in die Familie geholt habe. Deswegen habe sie sie auch wieder beseitigen wollen.

Die Verteidigung wollte am Donnerstag von all dem nichts wissen. Wenn überhaupt ein Tötungsversuch vorgelegen habe, dann sei die Angeklagte davon freiwillig wieder zurückgetreten. Deswegen käme nur eine Verurteilung wegen gefährlicher Körperverletzung in Frage, sagte der Anwalt der Angeklagten, Gerd-Michael Wellhausen. Er beantragte eine Jugendstrafe von lediglich zweieinhalb Jahren. Das Urteil wird an diesem Donnerstag verkündet.

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