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NWZonline.de

KLOSTERFREUNDE: Geschichte lebendig erhalten

09.09.2005
NWZonline.de NWZonline 2015-07-14T19:12:41Z

KLOSTERFREUNDE:
Geschichte lebendig erhalten

HUDE Am 23. Juni 1980 wurde der Verein „Freunde des Klosters Hude“ gegründet. Ehrenamtlich wird ein Museum unterhalten.

Von Matthias Kosubek

HUDE - Die Geschichte des 1232 gegründeten und 1536 aufgelösten Huder Zisterzienserklosters für die Nachwelt lebendig zu erhalten, ist Hauptanliegen des Vereins „Freunde des Klosters Hude“, der in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert. Wie berichtet, findet deshalb am kommenden Sonntag, 11. September, anlässlich des Tages des offenen Denkmals um 11 Uhr im Klostermuseum ein Empfang statt. Anschließend finden Führungen statt. Ab 15 Uhr ist auch das alte Herrenhaus geöffnet.

Es war im Jahre 1976, erinnert sich Vorstandsmitglied Elge Gerdes-Röben, als Vertreter der staatlichen Denkmalspflege und der Oldenburgischen Landschaft über eine erneute Sanierung der baufälligen Ruine der dreischiffige Basilika berieten. Zunächst wurde die bereits zwischen 1927 bis 1961 renovierte Ruine mit Holzmanschetten gesichert, 1983 bis 1994 in mehreren Bauabschnitten mit einem Kostenaufwand von mehr als vier Millionen DM renoviert, um das „Baudenkmal von besonderer nationaler kultureller Bedeutung“ wieder der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Ende der 70er Jahre beschäftigten sich auch Studenten der Universität Oldenburg unter Professor Dr. Rudolf Prinz zur Lippe, Inhaber des Lehrstuhls für Ästhetik, mit dem Huder Kloster und dem Alltag der Mönche. Zur Lippe ist Huder Bürger und wohnt im Herrenhaus der Familie von Witzleben, die das Klosterareal 1687 von König Christian V. von Dänemark (in Personalunion Graf zu Oldenburg) übertragen bekommen hat. In der Folge fanden 1979 die „Huder Klostertage“ statt.

Am 23. Juni 1980 wurde der Verein der Klosterfreunde von Huder Bürgern gegründet, im selben Jahr im ehemaligen Tanzsaal der „Klosterschänke“ ein Museum eingerichtet. Modelle und Schautafeln hielten Einzug in den 300 Quadratmeter großen Saal, nach und nach um zahlreiche weitere Exponate ergänzt. Dazu gehören u. a. alte Ziegel, Fliesen, Fotos und Faksimile. Dokumentiert sind auch alle Grabungen vom Ende des 19. Jahrhunderts bis Anfang der 90er Jahre. Auch ein von der Huder Apothekerin Inge Rabe dem Verein gestiftetes vierbändiges Herbarium gehört dazu. Auch Magister- und Doktorarbeiten, die sich mit dem Huder Kloster beschäftigten, fanden ihren Niederschlag im Museum, das jeden Sonnabend und Sonntag von 15 bis 17 Uhr geöffnet hat und ehrenamtlich betreut wird.

Kommissarisch geführt wird der 170 Mitglieder zählende Verein von einem Frauenquartett: Elge Gerdes-Röben, Gertrud Köbsch, Marlene Holst und Ute Boberg.