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NWZonline.de Ratgeber Wissenschaft Geschichte

Zusammenbruch führt zum Aufbruch

31.07.2018

Oldenburg Vor 100 Jahren, am 11. November 1918, dankte Großherzog Friedrich August ab. In Oldenburg endete mit diesem Tag die Monarchie. Drei Tage zuvor hatten Matrosen auf dem Schloss und auf dem Elisabeth-Anna-Palais rote Fahne hissen lassen – die Revolution war, wenn auch wenig spektakulär, in Oldenburg angekommen.

An diesen Tag und an weitere Ereignisse, die sich an die Abdankung des Großherzogs anschlossen, erinnert eine Veranstaltungsreihe der Oldenburgischen Landschaft. Unter dem Titel „Demokratischer Aufbruch im Nordwesten“ sind auch mehrere Ausstellungen und Vorträge in Oldenburg geplant.

„Die Bedeutung der Jahre 1918 und 1919 kann man nicht hoch genug einschätzen“, betont Thomas Kossendey, Präsident der Oldenburgischen Landschaft. Die Landschaft hat die Veranstaltungsreihe zusammen mit zahlreichen Partnern in der Region organisiert. In den Ereignissen dieser Jahre liege „der Schlüssel zum Verständnis der komplexen Geschichte der Zwischenkriegszeit“, betont Kossendey.

Was geschah ab 1919?

Im ehemaligen Landtag befasst sich am Donnerstag, 27. September, 19 Uhr, eine Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung mit den Ereignissen. Wie hat sich Oldenburg entwickelt in den Jahren nach der Abdankung des Großherzogs? Darüber diskutieren Prof. Dr. Hermann von Laer und Prof. Dr. Joachim Kuropka, beide Universität Vechta, mit dem Publikum. Fortschritte und Rückschläge – so lassen sich die Ereignisse bis zur Machtergreifung der Nationalsozialisten zusammenfassen. Im Anschluss an die Veranstaltung ist ein kleiner Empfang geplant.

Matrosen reisen an

Kurz vor dem Jahrestag der „Revolution“ im November in Oldenburg machen sich Schauspieler auf die Reise mit dem Zug von Bremen über Wilhelmshaven nach Oldenburg. Sie gehen den Ereignissen szenisch nach. Nach Stand der Planungen ist vorgesehen, dass die „Matrosen“ am Dienstag, 6. November, 13 Uhr, am Hauptbahnhof ankommen und die Folgen ihres Aufstandes erlebbar machen. Eine Veranstaltung im Elisabeth-Anna-Palais, Wohnort des letzten Großherzogs, soll an die Revolution erinnern.

Ausstellung online

Welchen Einfluss hatte die militärische Niederlage im ersten Weltkrieg auf Oldenburg? Dieser Frage geht ab Januar 2019 eine Online-Ausstellung im Stadtmuseum Oldenburg unter der Überschrift „Zweierlei Umsturz – Oldenburgs Weg in die Diktatur“ nach. Einer der Aspekte befasst sich mit den Bedingungen für den Aufstieg der Nationalsozialisten, die bereits 1932 – und damit erstmals im Deutschen Reich – die Regierung stellten. Die Ausstellung wird kuratiert vom Leiter des Stadtmuseums, Andreas von Seggern. Die Texte stammen vom Oldenburger Historiker Joachim Tautz.

Erinnerung an Tantzen

Theodor Tantzen (1877-1947) prägte den Aufbruch Oldenburgs gleich zweifach: Als erster demokratisch legitimierter Ministerpräsident des Freistaates (1919) und als von den Engländern 1945 eingesetzter letzter Ministerpräsident vor der Auflösung des Landes. Für Samstag, 22. Juni 2019, plant die Friedrich-Naumann-Stiftung eine Großveranstaltung in Oldenburg. Sie soll an die Ernennung Tantzens zum Ministerpräsidenten vor 100 Jahren erinnern.

Christoph Kiefer Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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