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Morbus Crohn und Co. Darmerkrankung muss dem Kinderwunsch nicht im Weg stehen

Schwangere mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen können viele Medikamente weiterhin nehmen - allerdings nicht alle.

Schwangere mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen können viele Medikamente weiterhin nehmen - allerdings nicht alle.

Christin Klose/dpa-tmn

Gießen (dpa/tmn) - Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa: Das sind Beispiele für chronisch entzündliche Darmerkrankungen. Frauen, die davon betroffen sind, fragen sich womöglich: Wie verträgt sich das mit meinem Kinderwunsch?

Entwarnung kommt von der Gastro-Liga: Eine weitgehend normale Schwangerschaft ist auch mit einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung möglich.

Es kommt aber auf das Timing an: Das Schwangerwerden probieren - das sollten Frauen am besten während der sogenannten Remission, also der beschwerdefreien Phase. Dazu rät die Gastroenterologin Prof. Tanja Kühbacher von der Medius-Klinik Nürtingen.

Denn in dieser Zeit sind Frauen mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen genauso fruchtbar wie alle anderen Frauen. Und auch die Chancen, dass die Schwangerschaft unkompliziert verläuft, stehen während der Remission besser.

In Zeiten von Schüben sind Komplikationen wahrscheinlicher

In Zeiten von Schüben kann es hingegen schwerer sein, schwanger zu werden und auch das Risiko für Komplikationen ist höher, wie es von der Gastro-Liga heißt. Zumal viele Betroffene deutlich weniger Lust auf Sex verspüren, wenn Bauchkrämpfe und starker Durchfall Alltag sind.

Wie lange ein Schub dauert, ist individuell und hängt von der jeweiligen Darmerkrankung ab: Bei einigen Betroffenen sind es nur einige Tage, bei anderen dauert er Wochen oder sogar Monate. Auch die Dauer der Remission ist individuell.

Übrigens: Hat es mit der Schwangerschaft geklappt, müssen betroffene Frauen nicht befürchten, dass diese einen neuen Schub auslöst. Kommt es aber aus anderen Gründen zu Schüben, können Schwangere laut der Gastro-Liga viele Medikamente weiterhin nehmen - aber nicht alle. Betroffene sollten daher frühzeitig mit ihrem Arzt oder ihrer Ärztin sprechen.

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