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NWZonline.de Ratgeber Gesundheit

Ablagerungen in Arterien

10.10.2017
Dr. Andreas Cöster (Bild) ist Leiter der Endovaskulären Chirurgie im Lungen- und Gefäßzentrum Oldenburg.
Frage: Wodurch wird die Schaufensterkrankheit ausgelöst?
Cöster: Als Auslöser gilt ein multifaktorielles Geschehen über viele Jahre hinweg. Die klassischen Risikofaktoren sind hoher Blutdruck, Bewegungsarmut, falsche Ernährung, Fettstoffwechsel-Störungen sowie Nikotinkonsum. Im Zusammenspiel mit einer erblichen Belastung kommt es zu Ablagerungen in den Arterien, die in den Beinen die Schaufensterkrankheit, im Herzen den Herzinfarkt und im Gehirn den Schlaganfall auslösen können.
Frage: Was sind typische Symptome?
Cöster: In der Regel bemerkt der Patient zunächst, dass er längere Wegstrecken über 500 Meter nicht mehr bewältigen kann. Vor allem in der Wade kommt es zu Schmerzen. Im fortgeschrittenen Stadium verbleibt meistens nur eine Gehstrecke von wenigen Metern. Es treten nachts Ruheschmerzen in der Muskulatur auf, und zuletzt entsteht ein offenes Bein – also Wunden, die nicht mehr abheilen.
Frage: Was ist im Verdachtsfall zu tun?
Cöster: Es ist wichtig, eine Gefäßuntersuchung durchführen zu lassen, um zu differenzieren, ob eine Arteriosklerose vorliegt. Hierbei handelt es sich zunächst um eine spezielle Doppleruntersuchung, wo der Blutdruck an allen Extremitäten gemessen und in Relation zueinander gestellt wird. In einem zweiten Schritt erfolgt eine Bildgebung, um die betroffenen Stellen in den Gefäßen sehen und entsprechend therapieren zu können. Therapie der ersten Wahl sind endovaskuläre Verfahren durch einen Katheter, Ballon oder einen Stent.
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