Heike Ebelt (Bild) ist Abteilungsleiterin Pflege im Wundzentrum der Ammerland-Klinik Westerstede.
Welche Patienten werden in der Wundambulanz behandelt?
EbeltIn die Wundambulanz kommen Patienten mit chronischen Wunden, bei denen sich auch nach mehreren Wochen keine Verbesserung zeigt. Wir führen als Erstes eine geeignete Diagnostik durch, um sicher feststellen zu können, wie und warum die Wunde entstanden ist. Bei der Versorgung der Wunde arbeiten wir mit modernen Wundauflagen verschiedener Hersteller. Das breite Spektrum unserer Behandlungsmöglichkeiten reicht von der Maden- bis zur Lasertherapie. Nicht zuletzt kann auch eine Operation nötig sein, um einen bestmöglichen Behandlungsfortschritt zu erreichen.
Was erwartet die Patienten in der Wundambulanz?
EbeltIn der Wundambulanz arbeiten wir nur im Auftrag der angeschlossenen Kliniken und Ärzte, die ihre Patienten zu uns schicken. Wir begutachten die Wunde und sprechen mit dem Patienten, wie er mit der Therapie und der Wundversorgung klarkommt. Wir können die Therapie dann wie gehabt weiterführen und wenn nötig auch umstellen.
Ist auf Sicht eine eigenständige Wundversorgung zu Hause möglich?
EbeltFür die Versorgung zu Hause erstellen wir einen Behandlungsplan, zu dem unter anderem Anleitungen und Hilfen für den täglichen Verbandswechsel gehören. In akuten Fällen kommen die Patienten mitunter mehrfach in der Woche zu uns. Ansonsten sehen wir die Patienten in der Regel alle drei bis vier Wochen zu einer Kontrolluntersuchung.
