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FRAGE:
Sollten Herzpatienten Sport treiben?
GRÜNEFELD
: In fast jedem Fall ja. Man erzielt mit sinnvoller sportlicher Aktivität u. a. eine Stärkung des Herz/Kreislaufsystems sowie eine Verbesserung der Durchblutung des Herzens. Zudem trainieren die Patienten ihre Muskulatur und bewegen ihre Gelenke, was ebenfalls zur Stärkung von Körper und Seele beiträgt.
FRAGE:
Muss man sich eine Herzsportgruppe suchen?
GRÜNEFELD
: Grundsätzlich kann fast jeder Herzpatient zu jeder Zeit und überall Sport treiben. Er sollte es jedoch plan- und maßvoll tun. Es gibt dessen ungeachtet zahlreiche Sportvereine in unserer Region, die Herzsportgruppen anbieten, u. a. in unserem Rehabilitationszentrum. Wir empfehlen den meisten unserer Patienten, sich nach dem Ende der Reha in einer Herzsportgruppe in Wohnortnähe anzumelden. Der große Vorteil dieser Gruppen ist die ständige Anwesenheit eines Arztes, was den Teilnehmern Sicherheit gibt. Alle Übungsleiter haben eine speziell auf diese Patienten ausgerichtete Ausbildung absolviert. Dies ist wichtig, weil die körperliche Belastung angemessen dosiert werden sollte und die Betreuung von geschulten Übungsleitern sehr hilfreich ist.
FRAGE:
Was passiert in einer „typischen“ Übungsstunde?
GRÜNEFELD
: Das ist sehr unterschiedlich. Nach dem Aufwärmen folgen Spiele, Denk- und Geschicklichkeitsaufgaben oder auch Kraftübungen. Darüber hinaus kann sich ein Ausdauerteil anschließen. Auch Entspannungsübungen werden in vielen Gruppen durchgeführt. Das Sportprogramm dauert meistens 60 Minuten und orientiert sich gezielt an der Belastbarkeit der Teilnehmer.