Bad Zwischenahn - Der Rheuma-typische Schmerz entsteht in der Regel vor allem durch die Aktivierung von Entzündungsmediatoren. Von einem akuten Schub betroffene Menschen neigen dazu, das schmerzende Hand-, Fuß- oder Kniegelenk möglichst wenig zu belasten. „In der Reha wird vermittelt, dass moderate Bewegung zur Senkung der Entzündungslast beiträgt.“ Als Grund nennt Dr. Gilbert Rosar unter anderem, dass die Durchblutung durch Bewegung gefördert wird, was einen Abbau der Entzündungsmediatoren bewirkt.

Eine Stärkung der Muskulatur hat den positiven Effekt, dass die benachbarten Gelenke entlastet und beweglicher werden. Rheuma-Patienten können nach aktuellen wissenschaftliche Studien insbesondere von Ausdauersport profitieren. Besonders gut geeignet sind Nordic Walking, Wandern, Schwimmen und Radfahren, wobei es stets auf das richtige Maß ankommt.

Der Weg in die Reha führt über den Hausarzt, einen Rheumatologen oder den für eine OP zuständigen Klinikarzt. Sie können eine Reha verschreiben, wenn sie überzeugt sind, dass sich dadurch der Gesundheitszustand des Patienten verbessern kann bzw. eine Verschlimmerung verhindert wird. Eine stationäre rheumatologische Reha wird für drei Wochen bewilligt, wobei auf Empfehlung des Reha-Arztes die Verlängerung um eine Woche möglich ist.