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NWZonline.de Ratgeber Gesundheit

Gerontopsychiatrie: Verlust der Hirnleistung bremsen

11.05.2021

Bad Zwischenahn In der Gerontopsychiatrie stehen sehr unterschiedliche psychische Symptome im Fokus. Diese entstehen vorwiegend im höheren Alter infolge von Hirnerkrankungen oder Hirnfunktionsstörungen und werden oft von körperlichen Beeinträchtigungen begleitet. Demenz-Erkrankungen, Depressionen oder auch die Folgen einer Suchterkrankung zählen zu den besonders häufigen Auslösern, die eine gerontopsychiatrische Behandlung erforderlich machen. Meistens sind ältere Menschen ab 65 Jahren betroffen.

Demenz ist der Sammelbegriff für mehrere Erkrankungsformen, die zur Zerstörung von Gehirnzellen und daraus resultierenden kognitiven und körperlichen Problemen führen. Die fortschreitende Erkrankung kann sich zunächst mit harmlosen Symptomen wie gelegentliche Erinnerungslücken oder Vergesslichkeit bemerkbar machen.

Bei einem ungünstigen Verlauf kann es kurze Zeit nach dem Auftreten erster Beschwerden zu einem erheblichen Verlust der Hirnleistung kommen. Nicht selten stellen sich im Zuge der Demenz auch Depressionen oder andere psychische Störungen ein, die den Patienten zusätzlich belasten und die Gesamtsituation so verschlimmern können, dass die stationäre Unterbringung in einer Fachklinik mit einer Abteilung für Gerontopsychiatrie nötig wird.

Akute Gefahr abwenden

„Den Patienten geht es bei der Aufnahme in der Regel sehr schlecht. Sie können sich zumeist nicht mehr selbst versorgen. Viele sind ohne eine qualifizierte Therapie in einem geschützten Raum in akuter Gefahr“, berichtet Prof. Dr. Jörg Zimmermann, Direktor der Klinik für Gerontopsychiatrie und Psychotherapie in der Karl-Jaspers-Klinik Oldenburg. Die dort angesiedelte Gerontopsychiatrie versorgt derzeit rund 100 Patienten in vier Abteilungen, die jeweils auf unterschiedliche Krankheitsbilder und Ausprägungen spezialisiert sind.

Eine gerontopsychiatrische Behandlung zielt vor allem darauf ab, die körperlich-geistigen Fähigkeiten so gut es geht zu erhalten und damit die Alltagskompetenz zu fördern, erklärt Prof. Zimmermann. „Ein möglichst langer Erhalt einer weitgehenden Selbstständigkeit ist für die meisten Patienten gleichbedeutend mit einem Gewinn an Lebensqualität.“ Je nach Form der Erkrankung könne es mit ärztlichen, therapeutischen und medikamentösen Maßnahmen gelingen, das Fortschreiten der Demenz zu bremsen oder sogar vorübergehend aufzuhalten. Im Zuge der Demenz- Behandlung lässt sich häufig auch ein Abklingen oder Überwinden der Depression erzielen.

Unterschiedliche Formen

Die Medizin unterscheidet die primäre und die sekundäre Demenz-Form. Die deutlich häufigere primäre Demenz ist die Folge einer Hirnerkrankung. Sie kann allenfalls in ihrem Verlauf gebremst werden. Die sekundäre Demenz ist dagegen die Folge einer anderen Erkrankung oder eines ungesunden Lebensstils. Bei einer frühzeitigen Behandlung ist sie oftmals heilbar.

Ein Großteil der Demenz-Patienten leidet auch unter körperlichen Erkrankungen, die mit den psychischen Störungen und zu deren Verschlimmerung beitragen können. Ein stationärer Klinik-Aufenthalt kann vielen Patienten nicht nur helfen, ein schweres Akut-Problem zu überwinden, betont Prof. Zimmermann: „Häufig gelingt darüber hinaus eine nachhaltige Symptomlinderung.“ Bei einigen Erkrankungsformen sei sogar die Wiederherstellung verloren gegangener Hirnfunktionen möglich.

NWZonline.de/gesundheit
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