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Onkologische Reha Zurück ins normale Leben finden

Klaus Hilkmann

Bad Zwischenahn - Nach jüngsten Zahlen des Robert Koch-Instituts werden bundesweit pro Jahr fast 490000 Krebserkrankungen neu diagnostiziert, wobei Männer etwas häufiger als Frauen betroffen sind. Dank neu entwickelter Medikamente und optimierter Therapien gelingt es bei immer mehr Patienten, den Krebs zu überwinden und selbst bei einem Rückfall eine deutlich bessere Lebenserwartung- und Qualität zu erzielen als noch vor 20 oder 30 Jahren.

Einen wichtigen Beitrag leistet die onkologische Reha, die vielen Krebs-Betroffenen im Anschluss an die Akut-Behandlung den Weg zurück in ein normales Leben ermöglicht – oft inklusive des Wiedereinstiegs in den Beruf. Die Reha kann sich als Anschlussheilbehandlung direkt an eine ambulante oder stationäre Krebstherapie anschließen oder nach einer kurzen häuslichen Erholungszeit starten.

Wann die Reha angetreten wird, hängt davon ab, wie gut der Patient die zuvor erfolgte Operation, medikamentöse Behandlung oder Strahlentherapie verkraftet hat. „Je nach Art der Erkrankung oder Form der Therapie können die Folgestörungen sehr unterschiedlich sein“, betont die Deutsche Rentenversicherung, Die Ziele der Reha müssen auf die Bedürfnisse des Patienten abgestimmt sein.

Die Weichen für die Reha werden in der Regel schon während der Akut-Versorgung gestellt. Dort wird auch geprüft, ob der Patient die Voraussetzungen erfüllt. Wichtig ist dabei, dass die infolge der Krebs-Erkrankung entstandenen körperlichen, seelischen, sozialen und beruflichen Behinderungen durch die Reha-Maßnahme therapierbar bzw. positiv zu beeinflussen sind.. Zudem müssen die Patienten ausreichend belastbar sein.

Positive Prognose

„Der Großteil der Patienten kommt mit einer positiven Prognose zu uns. Viele von ihnen machen in der Reha schnell gute Fortschritte“, berichtet Dr. Petra Schönrock-Nabulsi, Chefärztin im Reha-Zentrum am Meer in Bad Zwischenahn. Dessen ungeachtet müsse das Reha-Team bei der Festlegung des Therapieplans stets im Blick haben, dass viele Patienten von der erst kurze Zeit zuvor abgeschlossenen Akut-Behandlung körperlich und seelisch sehr geschwächt sind und erst langsam wieder aufgebaut werden müssen.

Ziel der Reha sei immer, die Folgen einer Tumor-Erkrankung zu beseitigen oder zu mildern. Von einer onkologischen Reha können grundsätzlich alle Krebs-Patienten profitieren – auch bei einem Rückfall oder wenn schon mehrfach eine neue Krebserkrankung behandelt werden musste. Die Reha könne aber erst beginnen, sobald die ambulante oder stationäre Erstbehandlung abgeschlossen ist.

Potenzial ausreizen

Nicht selten ist es aus ärztlicher Sicht sinnvoll, die auf drei Wochen ausgelegte Reha um eine Woche zu verlängern. Das gilt vor allem, wenn der Betroffene sein Potenzial noch nicht ausgereizt hat oder noch lernen muss, besser mit krankheitsbedingten körperlichen Einschränkungen zurechtzukommen, erklärt Dr. Petra Schönrock-Nabulsi: „Für diese Patienten ist es zunächst einmal wichtig, die Veränderungen zu akzeptieren und wieder Zutrauen zum eigenen Körper zu finden.“

Zu Beginn der Reha werde auf Basis des medizinischen Befunds und des Aufnahmegesprächs für jeden Patienten ein individuelles Reha-Ziel formuliert, an dem sich der Therapieplan orientiert. Wie weit man mit der Reha auf den Weg ins Normalleben kommt, ist je nach Erkrankung und Regenerationsvermögen des Einzelnen sehr unterschiedlich.

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