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NWZonline.de Ratgeber Gesundheit

Wenn die Augen schwach werden

24.10.2019

Bad Zwischenahn Uli Kuntze hat immer viel gelesen. Er gab Seminare, arbeitete als Coach. Doch irgendwann wurden seine Augen schlechter – nicht einfach nur schwach, wie es bei vielen Menschen geschieht. Seine Diagnose ist AMD – Altersbedingte Makuladegeneration. Die zentrale Sehschärfe geht dabei verloren während die breite des Sichtfelds nicht eingeschränkt wird. Trotzdem: „Man sieht immer schlechter. Ich konnte irgendwann nicht mehr lesen, es sei denn bei sehr großer Vergrößerung unter besonders guten Lichtverhältnissen“, sagt Kuntze, der seit seit 1991 erst in Dänikhorst und dann in Bad Zwischenahn lebte. In Oldenburg fand er eine Selbsthilfegruppe für AMD. Und er entdeckte den Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen. „Es ging um einen Behindertenausweis, den gibt es nicht so ohne weiteres“, erzählt Kuntze. Bei ihm wurde die kostenlose Benutzung von Bahn und Bus abgelehnt. „Über die Beratung des Verbands klappte es dann aber doch.“ Erste Ende 2018 war Kuntze eingetreten und hatte auch gleich seine Hilfe im Regionalverein Oldenburg angeboten. „Weil da gerade ein komplett neuer Vorstand gebraucht wurde, ist diese Hilfe auch angenommen worden.“ Jetzt gehört er als Beisitzer zum Vorstand.

Kuntze ist überzeugt, er ist mit einer Sehbehinderung nicht allein im Ammerland. Gerade nach Bad Zwischenahn kämen ja besonders viele ältere Menschen, die eben auch von Augenleiden betroffen sind. Sein Vorschlag war deshalb, die Arbeit des Verbandes bei der Gesundheits- und Seniorenmesse des VdK am 2. und 3. November in der Bad Zwischenahner Wandelhalle vorzustellen – und die Idee für eine neue Selbsthilfegruppe.

Gerade im Bereich der Sehbehinderungen böten Selbsthilfegruppe Chancen. Sie könnten helfen, Diagnosen und Therapiemöglichkeiten einzuschätzen und Hilfsmittel empfehlen. „Ich habe gerade erst von einer App für das Smartphone erfahren, die in der Lage ist, Texte von Fotos vorzulesen“, nennt Kuntze ein Beispiel. Für ihn ein unschätzbarer Vorteil – zum Beispiel wenn es darum geht, im Supermarkt den Zuckergehalt eines bestimmten Produkts herauszufinden.

Ein weiteres Angebot des Verbandes will Kuntze ebenfalls im Ammerland etablieren: Er beginnt demnächst mit der Ausbildung „Blickpunkt Auge“, die der Blinden und Sehbehindertenverband fördert und die es Betroffenen ermöglicht, selbst eine qualifizierte Beratung für andere Betroffene anzubieten.

Doch zunächst geht es zur Gesundheits- und Seniorenmesse und zur Gründung der Selbsthilfegruppe. Die, so Kuntze, werde sich an alle richten, die durch eine Augenerkrankung einen Leidensdruck spüren – unabhängig davon, wie stark ihre Sehkraft eingeschränkt ist. Und natürlich stehe sie auch Angehörigen offen. Wer Interesse, aber keine Gelegenheit hat, sich bei der Messe zu informieren, erreicht Uli Kuntze unter Telefon  0173/ 6152965.

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Christian Quapp Redakteur / Redaktion Bad Zwischenahn
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