Köln - Menschen mit einer Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) sind im Vergleich zu gesunden Menschen deutlich stärker gefährdet, eine Suchterkrankung zu entwickeln. Eltern von ADHS-Kindern sollten genau darauf achten, ob ihr Nachwuchs Hinweise auf ein Suchtverhalten an den Tag legt. Das empfiehlt Klaus Skrodzki von der Arbeitsgemeinschaft ADHS im Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte. Bedenklich ist etwa, wenn ein Jugendlicher seine üblichen Interessen stark vernachlässigt oder sich sein Verhalten insgesamt verändert.
Skrodzki rät zu regelmäßigen Untersuchungen beim Kinder- und Jugendarzt und gegebenenfalls zu einer medikamentösen Behandlung. Rund fünf Prozent der Kinder und Jugendlichen sind von einer ADHS betroffen.
