Berlin - D ie Anzahl der Schritte, Schlafphasen und sogar Emotionen können inzwischen von Sensoren gemessen und durch Apps ausgewertet werden. Das soll die Gesundheit und das Wohlbefinden steigern – doch man übertreibt es damit besser nicht. „Selbstoptimierung kann Stress machen, wenn im privaten Umfeld ständig gemessen und überprüft wird, ob man gesund lebt“, sagt Iris Hauth, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN). Es gibt sogar Anwendungen, die mit Hilfe von Sensoren Schweiß, Bewegungsaktivität, Hautwiderstand und Herzschlag messen und so den aktuellen Gemütszustand ermitteln. In kritischen Phasen wollen sie dabei unterstützen, positive Denkmuster zu entwickeln. „Dies entspricht dem wissenschaftlichen Bestreben, emotionale Zustände zu objektivieren“, sagt Iris Hauth.