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NWZonline.de Ratgeber Gesundheit

Adipositas: Überzählige Kilos loswerden

25.10.2022

Brake Wer deutlich zu viele Pfunde mit sich herumschleppt, lebt mit einem erhöhten Risiko für verschiedene schwerwiegende Folgeerkrankungen wie etwa einem hohem Blutdruck, einem erworbenem Diabetes mellitus, für mehrere Krebsarten und für Herz-/Kreislauferkrankungen – inklusive eines daraus resultierenden akuten Herzinfarkts oder Schlaganfall. Ein auch als Adipositas bezeichnetes krankhaftes Übergewicht belastet darüber hinaus den Bewegungsapparat. Überzählige Kilos üben bei jedem Schritt einen übermäßigen Druck auf die Gelenke und Knochen aus, erklärt Andreas Henning, Oberarzt des Adipositas-Zentrums im St. Bernhard Hospital Brake: „Früher oder später führt das zu Schädigungen des Halteapparats.“

Nicht selten stellen sich zusätzlich zu den körperlichen auch psychische Probleme ein – etwa, weil die Betroffenen unzufrieden mit ihrem Aussehen und Leistungsvermögen im Alltag sind. Bei vielen kommt erschwerend hinzu, dass sie mitunter schon seit der Kindheit daran gewöhnt sind, mit einem kalorienreichen Zusatzessen- oder Getränk auf Frust oder negative Erlebnisse zu reagieren. Eine Tafel Schokolade, ein Hamburger oder der Softdrink extra bewirken dann, dass sich zusätzliche Pfunde ansammeln.

Der Hauptgrund für das Entstehen von krankhaftem Übergewicht ist, dass man mit den täglichen Mahlzeiten und Getränken dauerhaft sehr viel mehr Kalorien zu sich nimmt, als der Organismus durch körperliche und geistige Anstrengungen verbraucht und zur Wahrnehmung seiner Funktionen benötigt.

Im Alltag mehr bewegen

Die Medizin teilt chronische Adipositas-Erkrankungen in die Kategorien I ab einem Body-Mass-Index (BMI) von 30, II (ab 35) sowie III ein, bei dem der BMI bei 40 und mehr liegt. In vielen Fällen profitieren Adipositas-Patienten von einer qualifizierten Ernährungs- und Lebensstilberatung, die neben einer Umstellung des Speiseplans auch den Einbau von mehr Bewegung in den Alltag bewirkt.

Spätestens ab der Adipositas-Kategorie III reichen weniger Essen und mehr Sport allein meistens nicht mehr als Abnehm-Strategie aus. Mitunter ist dann ein chirurgischer Eingriff die beste Option, um in vertretbarer Zeit genügend Gewicht abbauen zu können – und damit neben dem Lebensgefühl vor allem auch den gesundheitlichen Allgemeinzustand zu verbessern.

„Eine entsprechende OP zielt darauf ab, dass man einfach nicht mehr so viel Nahrung aufnehmen kann wie zuvor“, erklärt Andreas Henning. Vielen sehr stark übergewichtigen Menschen gelinge es nach dem Eingriff sowie einer parallel vollzogenen Veränderung der Lebensgewohnheiten binnen weniger Monate 20 Kilogramm abzunehmen.

Umfassende Anamnese

Zu den bewährten OP-Verfahren zählen die Einrichtung eines Schlauchmagens, bei dem das Speicherorgan verkleinert wird, und das Anlagen eines Bypasses, bei dem eine zusätzlich eingerichtete Umleitung zu einem verkürzten Darm führt. Ob eine Magenverkleinerung aus medizinischer Sicht sinnvoll ist, muss in jedem Einzelfall durch eine umfassende Anamnese und ärztliche Untersuchungen geklärt werden.

Auf Grundlage eines so erstellten Befunds kann ein Antrag für den Eingriff gestellt werden. Zuvor müsse allerdings ein von den Krankenkassen vorgegebenes Programm absolviert werden, dass eine Ernährungsberatung, mehr Bewegung und Laboruntersuchungen umfasst.

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