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NWZonline.de Ratgeber Gesundheit

Masernimpfung In Brake: Stadt fühlt sich allein gelassen

19.02.2020

Brake Brakes Bürgermeister Michael Kurz (SPD) kennt die Theorie, wie die Praxis aussehen soll, weiß der Braker Verwaltungschef indes noch nicht: „Kultusministerium und Sozialministerium haben noch keine Handlungsrichtlinien herausgegeben.“ Das erste Ressort ist für die Schulen zuständig, das zweite für die Kitas.

Was Kurz zudem ärgert: „Der Bund beschließt etwas und die Kommunen müssen es mal wieder umsetzen – und bezahlen.“ Rechtlich sei es so geregelt, dass die Kommune den Impfschutz überprüfen müsse, in der Praxis umgesetzt werden müsse dies allerdings durch die Kita-Leitungen. Aber: „Was ist, wenn Sie in einer Einrichtung Kinder aus zig Nationen haben, die vielleicht gar keine Masern-Impfung kennen?“ Die Kommunen stehen wiederum mit dem Landkreis Wesermarsch in Kontakt. Über einen möglichen Ausschluss vom Besuch der Kita müsse letztlich dessen Gesundheitsamt entscheiden, so Kurz. Das sei nicht mehr Aufgabe der Stadt.

Welche Konsequenzen bei den Schulen drohen, ist noch offener. Hier gebe es die Aussage, dass die gesetzliche Schulpflicht vor Impfpflicht gehe, so Kurz. Da müssten sich erst einmal die Ressorts in Hannover einigen. Viel Zeit bleibt bis zum 1. März nicht.

Die Impfpflicht gilt nicht nur für die Kinder, sondern auch auch für Tageseltern, Kita-Personal, Lehrkräfte und Beschäftigte im Medizinbereich. Davon ausgenommen sind nur Kinder unter einem Jahr, Personen, die die Impfung nicht vertragen und vor 1970 Geborene. Zunächst ist das Gesetz nur für Kinder relevant, die ab Anfang März neu in den betroffenen Einrichtungen aufgenommen werden und für Personen, die dort eine neue Beschäftigung beginnen. Alle anderen haben Zeit bis zum 31. Juli 2021, um den Nachweis über ihre Impfung oder eine bestehende Immunität zu erbringen.

Trotz vieler Aufklärungskampagnen seien die Impflücken bei Masern in Deutschland zu groß, teilte die Krankenkasse IKK classic jetzt in einer Pressemitteilung mit. Laut dem Robert Koch-Institut haben zwar 97,1 Prozent der Schulanfänger die erste Impfung bekommen, bei der entscheidenden zweiten Masernimpfung treten aber große regionale Unterschiede auf, so dass die gewünschte Impfquote von 95 Prozent nicht erreicht werde. Niedersachsenweit liegt diese bei 93,2 Prozent der Schulanfänger, im Landkreis Wesermarsch immerhin bei 93,7 Prozent. Hier wurde laut IKK clasic 2011 die letzte Infektion mit dem Masernvirus gemeldet.

NWZonline.de/gesundheit
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Markus Minten Leitung / Lokalredaktion
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