Cloppenburg - Bei der Behandlung einer Lungenfibrose hängen die Erfolgsaussichten entscheidend davon ab, in welchem Stadium der Erkrankung mit der Therapie begonnen wurde. Schon weil ähnliche Beschwerden auch bei anderen Erkrankungen auftreten können, ist im Verdachtsfall eine umfangreiche Diagnostik erforderlich.

Basierend auf einer sorgfältigen Anamnese, bei der dem Arzt die Art der Symptome geschildert werden, sollte zunächst eine körperliche Untersuchung durchgeführt werden, so Dr. Thomas Möller: „Mitunter kann man dabei verdächtige Atemgeräusche wie ein feines Knistern beim Einatmen feststellen.“

Wichtige Hinweise auf eine Gasaustauschstörung und einen Sauerstoffmangel im Blut können neben einem Röntgenbild auch eine Lungenfunktionsprüfung sowie eine Analyse der Blutwerte im Labor bringen. Wenn sich der Erkrankungsverdacht erhärtet, können CT-Untersuchungen sinnvoll sein, um unter anderem aufzuklären, in welchen Bereichen der Lunge es zu schädlichen Gewebeveränderungen gekommen ist. Welche Art der Versteifung vorliegt, lässt sich mit der Untersuchung winziger Gewebeteilchen feststellen, die zuvor bei einer Lungenspiegelung aus der Lunge entnommen worden sind.

Nach aktuellen Studien leiden in Deutschland rund 100 000 Menschen unter einer Lungenfibrose, wobei die Zahl der männlichen Betroffenen leicht erhöht ist. Häufigste Erkrankungsart ist die idiopathische Lungenfibrose, die zumeist ab 60 Jahren auftritt.