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NWZonline.de Ratgeber Gesundheit

Ärzte berichten von ihren kuriosesten Fällen

27.02.2019

Cloppenburg Es war teilweise spannend wie im Krimi beim „Forum Medizin“ des St.-Josefs-Hospitals in der Stadthalle. Fast 200 Interessenten lauschten gespannt den medizinischen „Detektiven“, um der richtigen Diagnose auf die Spur zu kommen. Prof. Dr. Joachim Schrader, ärztlicher Direktor des Hospitals, bezeichnete den Medizinerberuf als spannend, weil hinter den behandelten Menschen Geschichten stünden.

Ärzte aus vier Fachbereichen des St.-Josefs-Hospitals stellten in lockerer Art und Weise und mit Humor gespickt die Geschichten hinter den Diagnosen vor, so dass das Publikum den Fachleuten gut folgen konnte. Den Anfang machte der leitende Arzt der Neurologie Dr. Andreas Pfeiffer mit seinem Vortrag „An dem Tag, an dem ich mein Gedächtnis verlor“. Es ging dabei um einen kurzzeitigen Gedächtnisverlust durch Überreizung, ausgelöst durch einen Sprung ins eiskalte Wasser, oder durch eine viel zu heiße Dusche. Hinzu kam emotionaler Stress. Der beschriebene Patient wirkte nach außen hin „normal“, war aber desorientiert. Ein vorübergehender Gedächtnisverlust beträfe meistens Menschen über 50 Jahre und sei eine vorübergehende Funktionsstörung, die keine Folgen hinterlasse, beruhigte Pfeiffer die Zuhörer. Aber: „Die richtige Diagnose schützt die Seele vor krankmachender Sorge.“

Dr. Thomas Möller, Chefarzt der Inneren Medizin und Pulmologie, betätigte sich als Sherlock Holmes, als er auf die Suche nach den Ursachen eines chronischen Hustens ging. Nach Erstellung der Anamnese und vielen Untersuchungen war ein drei Zentimeter langer Hähnchenknochen die Ursache des Übels. Er riet den Zuhörern, länger auftretenden Husten abklären zu lassen. „Seien Sie sich selbst der beste Arzt.“

Stirnrunzeln bei den Besuchern verursachte der Titel des Vortrages „Malaria in Ostfriesland“ vom Chefarzt der Onkologie, Dr. Jörg Bäsecke. Er beruhigte die Zuhörer damit, dass 1950 der letzte Malariafall in Ostfriesland zu verzeichnen war. Hinter dem beschriebenen Fall verbarg sich Thalassämie (Mittelmeerkrankheit), eine genetisch bedingte Blutkrankheit, die vor Malaria schützt. Zurückzuführen sei das Auftreten der Thalassämie laut Bäsecke auf die Feldzüge der Römer und die Landung überseeischer Schiffe. So hätten Erreger eingeschleppt werden können.

Dr. Rainer Grove, Chefarzt der Inneren Medizin und Kardiologie, stellte in seinem Vortrag „Wenn das Herz den Takt verliert“ das EKG eines Patienten vor. Bei der Detektivarbeit kam der Facharzt auf die Diagnose Wolff-Parkinson-White-Syndrom – ein plötzlich auftretendes Herzrasen. Die Patienten hätten eine zusätzliche Leitungsbahn, deren Verödung (Ablation) das Herzrasen verhindern könne, informierte der Facharzt.

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