Frankfurt/Main/Berlin - Abstand halten, Hygieneregeln beachten: Diese generellen Tipps im Kampf gegen Coronavirus und Covid-19 sind für Menschen mit Herzkrankheiten besonders wichtig. Daher gibt es noch weitere Punkte zu beachten:
Das Herz stärken: Ein Ausbruch von Covid-19 kann Schwerstarbeit für das Herz bedeuten. Das gilt selbst dann, wenn die Krankheit das Organ nicht direkt befällt, erklärt die Deutsche Herzstiftung. So kann eine Lungenentzündung dafür sorgen, dass im Blut nicht mehr genug Sauerstoff vorhanden ist. Sinkt dann durch die Krankheit auch noch der Blutdruck, muss das Herz zum Ausgleich schneller schlagen. Das kann das Organ überlasten.
Für Patienten ist es jetzt daher besonders wichtig, ihr Herz in einen möglichst leistungs- und widerstandsfähigen Zustand zu versetzen. Die Experten der Stiftung raten daher, Herz-Kreislauf-Medikamente jetzt besonders gewissenhaft einzunehmen. Mindestens ebenso wichtig seien aber eine gesunde Ernährung und, soweit möglich, ausreichend Bewegung.
Symptome ernst nehmen: Gelegentliche Atembeschwerden, nach dem Treppensteigen zum Beispiel, sind für viele Herzpatienten Alltag. Allerdings ist Atemnot auch ein frühes Anzeichen für Covid-19. Eine Verschlechterung der Beschwerden sollte man daher nicht auf die leichte Schulter nehmen, sondern beim Arzt abklären lassen. Tritt die Atemnot plötzlich und im Ruhezustand auf, sollte man sogar die 112 wählen - unabhängig von der Corona-Pandemie. Denn plötzliche, scheinbar grundlose Atemnot kann auch Hinweis auf einen Herznotfall sein.
Weiter Hilfe holen: Manche Herzpatienten haben vielleicht Angst davor, sich im Krankenhaus anzustecken - und rufen deshalb nicht den Arzt, wenn es eigentlich sein müsste. Die Deutsche Herzstiftung weist jedoch darauf hin, dass alle Hilfsangebote für Herzpatienten, auch im Notfall, unabhängig von der Pandemie weiter zur Verfügung stehen. Auch geplante Krankenhausaufenthalte sollten Patienten jetzt nicht von sich aus absagen - zumindest solange sie keine anderweitigen Infos von ihrem Arzt erhalten.
